Lewis Hamilton: «Alonso hat am meisten Talent»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Lewis Hamilton hält viel von Fernando Alonso

Lewis Hamilton hält viel von Fernando Alonso

Der WM-Kampf zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg ist in vollem Gange, mit dem momentan besseren Ende für den Deutschen. Als größtes Talent der Formel 1 sieht Hamilton aber Ferrari-Pilot Fernando Alonso.

Lewis Hamilton spaltet die Gemüter ähnlich wie Jacques Villeneuve zu seiner Zeit in der Formel 1. Seine unverblümten Aussagen und Gefühle bei Siegen und Niederlagen, seine Tattoos; der Brite macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und steht auch dazu. Trotzdem habe er seit seinem Debütjahr in der Formel 1 schon viel gelernt und das nicht nur auf der Strecke, betont der 29-Jährige.

Nur daran, dass er ein Auto habe, mit dem um den WM-Titel kämpfen könne, liege es jedoch nicht, dass er in dieser Saison entspannter sei als früher, sagt der Teamkollege des WM-Führenden Nico Rosberg. «Natürlich hilft das, aber ich bin einfach nur glücklich. Ich habe die richtigen Leute um mich herum und habe in meinem Leben die richtige Balance gefunden», erzählt Hamilton im Interview mit Nemzeti Sport. «Darüber hinaus kann ich um die Weltmeisterschaft kämpfen.» Außerdem sei er älter und auch reifer geworden und hätte sich weiterentwickelt, erklärte er.

Zum Thema Stallkrieg gegen Nico Rosberg und der ständigen Thematisierung in den Medien meint der Brite, dass auch das eben dazugehöre. «Manchmal denke ich zwei Mal nach, bevor ich etwas sage, aber nicht immer. Ich mache meinen Mund auf und sage, was ich denke. Und das kann einen in Schwierigkeiten bringen. Nico und ich machen aber kein Geheimnis daraus, dass jeder den anderen schlagen will und dafür tun wir alles. Das ist unser Job.»

In der Formel 1 ist alles anders

Lewis Hamilton und Nico Rosberg kennen sich seit sie gegeneinander Kart gefahren sind, der WM-Kampf in dieser Saison sei aber um vieles härter, gesteht Hamilton, insbesondere, da Rosberg nun ein viel stärkerer Gegner sei. «Er ist jetzt ein viel stärker Fahrer als damals, aber in der Formel 1 ist alles anders. Als wir Kart gefahren sind, hatten wir keine Telemetrie, es gab nur dich und die Maschine, der Fahrer spielte eine größere Rolle», erinnert er sich.

«Der andere wusste nicht, wo die Unterschiede herkamen. Jetzt haben wir die Daten und es ist klar, wo man aufholen muss. Davon kann man lernen und auch profitieren.» Probleme damit, dass der Teamkollege, der immer auch der erste Konkurrent ist, alle Informationen bekommt, hat Hamilton nicht. «Das ist so, seit ich in der Formel 1 bin», sagt er und räumt auch mit der Annahme auf, dass Nico Rosberg der härtere Arbeiter beo den Silberpfeilen sei und er selbst sich hauptsächlich auf sein Talent verlassen würde.

«Ich überlasse nichts meinem Instinkt. Ich arbeite jeden Tag sehr hart mit meinen Ingenieuren», stellt er klar. «Manchmal bleibe ich länger an der Strecke, manchmal nicht so lange. Das kommt immer darauf an, wie viel Informationen ich brauche, welche Veränderungen ich am Auto machen möchte und ob ich damit zufrieden bin oder nicht. Jeder hat seine eigene Arbeitsmethode. Michael hatte sie auch und Nico und ich haben beide unsere.»

Erfahrungen von 2007 helfen in diesem Jahr

Lewis Hamiltons erster Teamkollege in der Formel 1 war der heutige Ferrari-Pilot Fernando Alonso. Als beide 2007 bei McLaren fuhren, Hamilton als Rookie und Alonso als amtierender Doppelweltmeister, krachte es gewaltig zwischen dem Briten und dem Spanier. Am Ende des Jahres musste sich Alonso als WM-Dritter sogar seinem neuen Teamkollegen geschlagen geben, der als Zweiter fast den Titel geholt hätte. Die Erfahrungen, die er damals im Stallkrieg gemacht hat, kämen ihm heute im gewissen Sinne zugute, sagt Hamilton.

«Ich kann mich nicht wirklich erinnern, was 2007 war, aber diese Erfahrungen hatten eine Auswirkung auf meine Persönlichkeit und daher gehe ich dank dieser heute wahrscheinlich mit einigen Dingen besser um, als ich es damals getan habe.»

Auf die Frage, ob Fernando Alonso oder Nico Rosberg der härtere Teamkollege sei, den es zu schlagen gilt, blieb Lewis Hamilton diplomatisch. «Dazu möchte ich nichts sagen – sie sind total unterschiedlich. Fernando ist aber das größte natürliche Talent, gegen das ich je gefahren bin.»

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