Kamui Kobayashi: Caterham-Kollaps aus Internet

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kamui Kobayashi sucht Arbeit

Kamui Kobayashi sucht Arbeit

Ein Skandal – niemand von Caterham fand es offenbar nötig, den eigenen Fahrer Kamui Kobayashi von der Insolvenz des Rennstalls zu informieren! Der Japaner erfuhr davon aus dem Internet.

Eine Menschentraube unweit des Eingangs vom Pressezentrum des «Circuit of the Americas» – mitten drin: Kamui Kobayashi, der eigentlich in seinem Caterham um den Kurs wetzen sollte. Aber die Grünen sind in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert.

Kamui, wie geht es dir?

Das Ganze ist eine Schande. Jetzt versuche ich, meine Zukunft als Formel-1-Fahrer zu sichern.

Wie hast du erfahren, dass es Probleme gibt?

Niemand hat es für nötig gehalten, mich darüber zu informieren. Ich habe vom Kollaps aus dem Internet erfahren! Ich schätze, die Teamführung war zu beschäftigt, um mein Management oder mich anzurufen. Wer hingegen mit mir sprach, das waren Ingenieure und Mechaniker. Sie versuchten, mich so gut als möglich auf dem Laufenden zu halten, also ahnte ich ein wenig, was auf mich zukommt. Ich bedaure sehr, was passiert ist, vor allem für sie und ihre Familien.

Wo warst du, als es ernst wurde?

In Japan.

Du musstest schon in Belgien zuschauen, als André Lotterer deinen Wagen übernahm.

Das hier fühlt sich gleich schlecht an. Ich bin Formel-1-Fahrer. Nicht im Wagen zu sitzen und wie meine Kollegen auf die Bahn zu fahren, das bereitet mir beinahe körperliche Schmerzen. Ich muss eine Lösung finden.

Wie soll das gehen?

Ich weiss noch nicht, wo ich genau ansetzen soll. Die Formel 1 ist mein Traum, ich will den nicht einfach aufgeben. Es muss doch möglich sein, einen Arbeigeber zu finden, ohne proppevolle Geldkoffer anzuschleppen.

Denkst du an eine Alternative?

Derzeit nicht. Die Formel 1 steht ganz im Zentrum meiner Überlegungen.

Was ist bei Caterham schief gelaufen?

Der frühere Besitzer Tony Fernandes hat viel Geld investiert, aber es konnten keine WM-Punkte erobert werden. Als Tony angefangen hat, seine Investitionen zu hinterfragen, war das wohl der erste Schritt zum Aus.

Wie stellte sich der Management-Wechsel für dich dar?

Ich hatte einen Vertrag, um bis Ende der Saison Formel 1 zu fahren. Also hätte ich mir eigentlich keine Sorgen machen müssen. Klar hatte ich meine Zweifel. Aber ich hätte mir selbst in den schlimmsten Träumen nicht ausgemalt, dass es so enden würde.

Hast du eine Botschaft für deine Fans?

Ja, dass ich nicht aufgeben werde, meinen Traum zu jagen. Deswegen bin ich hier in Austin.

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