Lotus 2015: Mit Mercedes und ohne Klauen-Nase besser?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Romain Grosjean im Lotus: 2015 Williams wieder im Rückspiegel

Romain Grosjean im Lotus: 2015 Williams wieder im Rückspiegel

Kein Rennstall hat 2014 eine solche Bruchlandung hingelegt wie Lotus: Die WM-Vierten von 2013 (315 Punkte) fielen auf den achten Konstrukteursplatz zurück, mit jämmerlichen zehn Zählern.

Der Genfer Romain Grosjean war erleichtert, dass die Saison 2014 vorbei ist. Sein Lotus E22 mit der ästhetisch gewöhnungsbedürftigen Klauen-Nase war eine der grossen Enttäuschungend er Saison.

Nicht nur, dass der Wagen die ganze Saison über defektanfällig blieb, das aerodynamische Konzept mit den beiden unterschiedlich langen Fahrzeugnasenspitzen ging auch nicht auf. Die beiden achten Ränge in Spanien und Monaco gaukelten dem Team vor, dass es aufwärts geht. In Wahrheit verstanden die Techniker nicht, warum der Wagen ausgerechnet bei diesen beiden Rennen konkurrenzfähig war und anderswo nicht. Auch verblüffender Speed in Austin (Texas) war ein Rätsel und ein Ausreisser.

Eigentlich war der Wagen aus allen Perspektiven ein Fehlschlag: zu hoher Luftwiderstand, zu wenig Abtrieb, Mängel bei der Motorinstallation, zu schwer, keine Harmonie mit den Reifen. Kein Wunder platzte Romain Grosjean mehr als einmal tüchtig der Kragen – wofür ihm in den sozialen Netzwerken viel Mitgefühl und Verständnis entgegen gebracht wurde.

Nun soll alles besser werden. Romain sagt: «Unser wichtigstes Plus ist der Motor von Mercedes. Ich kenne überdies die Windkanalwerte des neuen E23 und weiss einfach, dass er ein besserer Rennwagen sein wird. Er sieht auch besser aus, denn die Klauen-Nase ist weg.»

Grosjean, nach den WM-Rängen 8 und 7 in den Jahren 2012 und 2013 in der abgelaufenen Saison nur noch WM-14., ist überzeugt: «Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Und die Erfahrung von 2014 wird uns stärker machen. Das Team hat nicht vergessen, wie man ein gutes Auto baut.»

Die Messlatte für Lotus wird Williams sein. Der Traditionsrennstall erreichte 2013 nur den neunten WM-Schlussrang mit ernüchternden fünf Punkten – um 2014 dann die grosse Wende zu schaffen: Nach dem Wechsel von Renault zu Mercedes fuhren Felipe Masse und Valtteri Bottas 320 Zähler ein und holten für Williams den dritten WM-Rang im Konstrukteurs-Pokal, die beste Platzierung von Williams seit 2003 (WM-Zweiter).

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