Franz Tost: «Formel-1-Autos komplizierter denn je»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Max Verstappen muss seine Kritiker noch überzeugen

Max Verstappen muss seine Kritiker noch überzeugen

Franz Tost, Max Verstappens neuer Teamchef bei Toro Rosso, hat Meinungen, die modernen Formel-1-Autos seien viel einfacher zu fahren als in früheren Zeiten, entschieden widersprochen.

Am 15. März wird Max Verstappen im Alter von nur 17 Jahren seinen ersten Formel-1-Grand-Prix bestreiten und seit seiner Verpflichtung durch Toro Rosso will die Kritik nicht verstummen. So empfindet es der Weltmeister von 1997, Jacques Villeneuve als «Beleidigung», dass ein «Kind» in der Königsklasse fahren wird.

«Es sieht so aus, als könnte jeder Formel 1 fahren. Während der Zeit meines Vaters wurde Piloten noch als Helden angesehen, die fast unbeherrschbare Monster bändigten», sagte der Kanadier kürzlich und auch ein ehemaliger Toro-Roso-Pilot, Jaime Alguersuari, ist der Meinung, dass die modernen Formel-1-Autos den Sport für «jedermann geöffnet» hätten.

«Als ich in die Formel 1 kam, war es fast unmöglich. Jeder Test war mörderisch und man musste seine Fahrweise alle paar Monate umstellen», sagte der Spanier gegenüber der Zeitung Marca. «Die, die es geschafft haben, waren etwas Besonderes. Jetzt ist die Formel 1 eine große Renault World Series mit härteren Reifen und schwereren Autos mit weniger Abtrieb und geringerer Geschwindigkeit», sagte Alguersuari, der mittlerweile in der neuen Formula E an den Start geht.

Alles Unsinn, findet dagegen Verstappens neuer Teamchef Franz Tost. «Vom technischen Standpunkt aus gesehen ist die Formel 1 komplizierter als je zuvor», widerspricht der Österreicher. «Die Fahrer müssen die Bremsbalance vor jeder Kurve und die Motoreinstellung auf den Geraden neu einstellen, ebenso wie das Energierückgewinnungssystem und auch den Motor für Überholmanöver. Im Grunde müssen die Fahrer in den Cockpits viel mehr tun, während das reine Fahren eine ebenso große Herausforderung ist wie früher.»

Auch Meinungen, dass es ein Witz sei, dass jemand, der zu jung sei um seinen Führerschein zu machen, in der Formel 1 fährt, lässt Tost nicht gelten. «Für jemand wie Max ist die Rennstrecke seine Schule», betonte er. «Da ist er im Grunde aufgewachsen und hat damit auch jede Menge Erfahrung. Außerdem ist er Teil einer Computergeneration, die es gewöhnt ist, viele Knöpfe zu drücken und die Einstellungen am Lenkrad ständig zu ändern.»

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