Jerez-Test, Tag 4: Ferrari wieder vorne, Honda hinten
Der erste Wintertest ist zu Ende, das Bild der ersten drei Tage hat sich dabei kaum geändert: Ferrari macht eine gute Figur, und Honda hat noch viel Arbeit vor sich.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Generell wird uns in der Formel 1 immer weisgemacht: der erste Wintertest sei noch wenig aussagekräftig. Aber so ganz richtig ist das nicht, wie unser Editorial zeigt (lesen Sie es direkt HIER).
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Der vierte Tag hat die Eindrücke der ersten drei Testtage nicht auf den Kopf gestellt. Die wichtigsten Tendenzen lauten – Autos mit Ferrari-Motoren haben vier Tagesbestzeiten aufgestellt (drei Mal mit dem Werkswagen, zwei Mal davon mit Sebastian Vettel, ein Mal mit Kimi Räikkönen, dazu gestern mit Sauber-Fahrer Felipe Nasr). Kein Wagen ist so oft auf der Bahn wie der Mercedes (selbst wenn Lewis Hamilton heute auf der Piste stehenblieb), die Silbernen haben locker mehr als 500 Runden gedreht! Ebenfalls nichts Neues: Williams pfeift auf Rundenzeiten und arbeitet konsequent seine aerodynamischen Studien durch. McLaren und Red Bull Racing bleiben Sorgenkinder, vorwiegend wegen ihrer Motoren von Honda und Renault. Am Wagen von Daniil Kvyat wollte die Energierückgewinnung nicht, wie sie sollte.
Auch Romain Grosjean musste heute die Arbeit mit Lotus vorzeitig beenden. Das zeigt: selbst der neue Mercedes-Motor läuft noch nicht nach Wunsch. Um genau zu sein, entdeckten die Techniker beim Betrieb des V6-Turbo eine Anomalie, worauf man ihn sicherheitshalber abstellte. Da die Zeit nicht ausgereicht hätte, um ein neues Aggregat einzubauen, konnte Grosjean Feierabend machen.
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Auch Jenson Button hatte früher als geplant Schluss: am Honda-Motor machte die Benzinpumpe schlapp. Auch hier fehlte die Zeit, um das Teil zu wechseln.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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So gut wie sorgenfrei: die beiden Skandinavier Kimi Räikkönen und Marcus Ericsson. Der finnische Ferrari-Star kümmerte sich am Morgen um aerodynamische Versuche, noch vor der Mittagspause ging er zur Arbeit an der Abstimmung und mit den 2015er Pirelli. Der Weltmeister von 2007 konnte üppig Dauerläufe fahren.
Das Gleiche lässt sich über den schwedischen Sauber-Neuling Marcus Ericsson sagen: Sauber hat nun jeden Tag unter den schnellsten Zwei abgeschlossen, das ist ein ermutigender Jahresbeginn für das 2014 so erfolglose Team. Ericsson blieb zwar acht Minuten vor Testschluss liegen, aber Sauber hatte lediglich den Tank leer gefahren – eine normale Übung im Testwinter. Skurrile Situation eine Viertelstunde vor Test-Ende: eine Kartoschachtel war auf die Piste geweht worden. Für zwei Minuten kam die rote Flagge raus, bis ein Streckenposten den ungebetenen Gast von der Bahn gefischt hatte.
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Die guten Leistungen von Ferrari in Jerez rufen bereits Spötter auf den Plan. In den sozialen Netzwerken wird heiss darüber diskutiert: Hat Fernando Alonso das Team zu früh verlassen? Jerez-Test: Alle Bestzeiten 1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:20,841 (Mittwoch) 2. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 1:20,984 (Montag) 3. ?Felipe Nasr (BR), Sauber-Ferrari, 1:21,545 (Dienstag) 4. ?Nico Rosberg (D), Mercedes, 1:21,982 (Dienstag) 5. ?Marcus Ericsson (S), Sauber-Ferrari, 1:22,019 (Mittwoch) 6. ?Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22,172 (Mittwoch) 7. ?Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:22,276 (Mittwoch) 8. ?Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 1:22,319 (Montag) 9. ?Max Verstappen (NL), Toro Rosso-Renault, 1:22,553 (Mittwoch) 10. Pastor Maldonado (YV), Lotus-Mercedes, 1:22,713 (Dienstag) 11. ?Carlos Sainz (E), Toro Rosso-Renault, 1:23,187 (Dienstag) 12. ?Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing-Renault, 1:23,338 (Sonntag) 13. Romain Grosjean (F), Lotus-Mercedes, 1:23,802 (Mittwoch) 14. ?Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing-Renault, 1:23,975 (Mittwoch) 15. ?Jenson Button (GB), McLaren-Honda, 1:27,660 (Mittwoch) 16. ?Fernando Alonso (E), McLaren-Honda, 1:35,553 (Dienstag) Jerez-Testzeiten, Mittwoch, 4. Februar
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1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:20,841 (106) 2. ?Marcus Ericsson (S), Sauber-Ferrari, 1:22,019 (112) 3. ?Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22,172 (116) 4. ?Max Verstappen (NL), Toro Rosso-Renault, 1:22,553 (97) 5. ?Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:23,116 (73) 6. Romain Grosjean (F), Lotus-Mercedes, 1:23,802 (53) 7. ?Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing-Renault, 1:23,975 (63) 8. ?Jenson Button (GB), McLaren-Honda, 1:27,660 (35) Jerez-Testzeiten: Dienstag, 3. Februar 1. ?Felipe Nasr (BR), Sauber-Ferrari, 1:21,545 (108) 2. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:21,750 (92) 3. ?Nico Rosberg (D), Mercedes, 1:21,982 (151) 4. ?Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:22,276 (71) 5. Pastor Maldonado (YV), Lotus-Mercedes, 1:22,713 (96) 6. ?Carlos Sainz (E), Toro Rosso-Renault, 1:23,187 (136) 7. ?Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing-Renault, 1:23,901 (48) 8. ?Fernando Alonso (E), McLaren-Honda, 1:35,553 (32) Jerez-Testzeiten: Montag, 2. Februar
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