Ron Dennis zu Fernando Alonso: Crash nach Fahrfehler?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Flavio Briatore hat dieses Foto getwittert

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Der Italiener Flavio Briatore ist davon überzeugt, dass wir den Spanier schon bald wieder auf der Rennstrecke sehen. McLaren-Chef Ron Dennis kommt mit einer neuen Unfallerklärung daher.

Flavio Briatore (64) hat gestern seinen langjährigen Schützling Fernando Alonso in England getroffen und twittert: «Ferdi ist in Super-Form. Habe heute mit ihm und Luis (Alonso-Manager Luis Garcia Abad) im Cipriani London zu Abend gegessen. Schöner Abend.»

Wie SPEEDWEEK.com-Leser wussten, weilt Alonso derzeit in England, um im Simulator von McLaren zu sitzen. Zuvor zeigte Fernando selber Bilder von sich selber beim Training für den kommenden Malaysia-GP. Die Fotos sollen unterstreichen: Aus meiner Sicht läuft alles nach Plan, um am ersten freien Training in Sepang (27. März) mit McLaren-Honda auf die Bahn zu gehen.

Inzwischen sind fast 25 Tage vergangen seit Alonsos seltsamem Testcrash auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, worauf der Weltmeister von 2005 und 2006 drei Tage lang im Krankenhaus lag und wegen einer Gehirnerschütterung den Formel-1-WM-Saisonauftakt in Australien sausen lassen musste.

Nach einigen Tagen bei seiner Familie in Oviedo reiste Alonso in sein gegenwärtiges Zuhause von Dubai, um zu trainieren.

Im Simulator von Woking geht es gemäss der BBC nicht nur um die Vorbereitung auf Malaysia. Angeblich wollen die britischen Techniker auch im Simulator nachzustellen versuchen, was beim Test in Spanien schiefgelaufen ist.

Als Unfallursache hat McLaren angegeben, dass in aller Wahrscheinlichkeit eine Windbö den Wagen aus der Bahn gebracht habe. Bis heute ist aber nicht klar, ob Alonso nicht schon vor dem Aufprall in die Begrenzungsmauer bewusstlos war.

McLaren-Chef Ron Dennis in Australien: «Mein Bauchgefühl bleibt, auch wenn das für einige Menschen schwierig zu verstehen ist, dass der Wind Schuld hat. Es es war an diesem Tag sehr böig. Aber es kann auch ein Konzentrationsfehler gewesen sein, weil Fernando die Kurve nicht mit vollem Speed nahm. Es gibt viele lächerliche Theorien, die noch immer über diesen Unfall kursieren, und ich muss zum wiederholten Male festhalten – nein, er hat keinen Stromschlag erhalten.»

Jenson Button, Stallgefährte von Fernando Alonso: «Ich habe mir alle Daten des Fahrzeugs angeschaut, und ich kann keine Anzeichen eines Fahrzeugsversagens erkennen. Und ganz gewiss gab es keinen elektrischen Schock an Bord.»

Ron Dennis weiter: «Fernando hat inzwischen vielleicht mehr Untersuchungen über sich ergehen lassen, der nur irgend möglich ist, und wir haben keinerlei Anzeichen gefunden, dass etwas mit ihm nicht stimmen könnte.»

Gewisse Geschichten über Alonsos Gedächtnisverlust waren tatsächlich etwas weit hergeholt. Flavio Briatore: «Also diese ganze Geschichte mit „ich bin Kartfahrer und 13 Jahre alt“, das war doch eine Erfindung der Zeitung El País, die dann von allen übernommen wurde, weil es zugegeben eine drollige Geschichte ist. Es ist schon wahr, dass Fernando sich an gewisse Dinge nicht mehr erinnern konnte, aber wir reden hier von zwei oder drei Tagen.»

Doch auch der frühere Weltmeistermacher von Benetton und Renault ist aufgrund des Unfalls ein wenig ratlos. «Ich habe einen Film vom Aufprall gesehen, den hat mir Bernie Ecclestone zugestellt, da würde ich den Mauerkuss nicht als dramatisch bezeichnen. Wenn man die Szene sieht, dann ist das ein Unfall so wie wir ihn Dutzende Male gesehen haben. Man sieht, wie Vettel an Alonso vorbeifährt, Fernando fährt rechts scheinbar völlig grundlos in die Mauer. Das ist hochgradig seltsam, und Ron Dennis hat das in seiner Pressekonferenz nicht restlos geklärt.»

Briatore ist davon überzeugt, dass wir von Alonso im McLaren-Honda einiges erwarten dürfen: «Fernando glaubt an den Wagen, er sagt, wenn das Auto läuft, dann liegt es sehr gut. Erinnern wir uns daran, dass McLaren meist mittelprächtig in die Saison gestartet ist und dann oft grosse Entwicklungsschritte getan hat. Bei Honda bin ich mir sicher, dass sie alle menschlichen, technischen und finanziellen Ressourcen anzapfen werden, um Erfolg zu haben.»

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