Vijay Mallya: «Wir werden von den Großen überrollt»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Vijay Mallya: «Im Grunde leiten die großen Teams die Formel 1»

Vijay Mallya: «Im Grunde leiten die großen Teams die Formel 1»

Force India Teamchef Vijay Mallya hat genug von Beschlüssen der Strategie Gruppe. Der Inder fordert weniger Macht für die Teams und dafür eine eindeutige Führung der Formel 1 von Seiten der FIA und Bernie Ecclestone.

Seit dem Zusammenbruch der Formula One Teams' Association (FOTA) 2014 hat die Strategie Gruppe, in der die besten Teams der Formel 1 (Mercedes, Red Bull Racing, Ferrari, McLaren, Williams und Force India) vertreten sind, Entscheidungen bezüglich der Zukunft der Königsklasse in die Hand genommen. Da der Rest der Teams nicht repräsentiert wird, ist die Legalität der Gruppe seit ihrer Gründung im Jahr 2013 ebenso Gegenstand von Diskussionen wie ihre Effektivität.

In Monaco gab Red-Bull-Racing Teamchef Christian Horner durch die Blume sogar zu, dass die Gruppe ein Fehlschlag war. Denn «das Einzige, worauf sich die Strategie Gruppe in diesem Jahr einstimmig geeinigt hat und was dann auch umgesetzt wurde, ist, dass die Lackierungen der Helme der Fahrer die ganze Saison lang dieselbe sein soll.»

Force-India-Teambesitzer und Teamchef Vijay Mallya ging in einem Interview mit der offiziellen Formel-1-Website Formula1.com sogar soweit, dass er forderte, dass Entscheidungen künftig wieder von der FIA und Bernie Ecclestone getroffen werden, ohne Mitbestimmung der Teams.

«So, wie die Formel 1 momentan geleitet wird - durch die Strategie Gruppe - leiten im Grunde die Teams die F1. Sie diskutieren alles, von den technischen Regeln bis hin zur Verteilung der Gelder und dergleichen», sagte der Inder. «Das ist eine der wenigen Sportarten, in denen die Teams ein so großes Mitspracherecht in der Leitung haben. In allen anderen Sportarten gibt es einen Promoter - in dem Fall die FOM - und einen Regulator - in dem Fall die FIA. Die entscheiden gemeinsam über die Regeln und sagen allen Teilnehmern: Das sind die Regeln, die müsst ihr befolgen und nun veranstaltet eure Meisterschaft.»

In der Strategiegruppe gebe es dagegen ein großes Problem und das sei, dass jeder nur auf seine eigenen Vorteile bedacht sei und nicht auf das Wohl des Sports.

«Die Formel 1 ist zu demokratisch. Es gibt in der Strategiegruppe Teams, die extrem unflexibel sind. Alles, was sie wollen, ist ihre eigene Position verteidigen. Also müssen wir mit dem leben, was diese Gruppe entscheidet, was im Grunde bedeutet, dass alle mit dem zurechtkommen müssen, was die großen Teams entscheiden. Wir haben unsere Meinungen und tun diese auch kund, wir werden aber von den vier großen Teams überrollt und so werden die Regeln gemacht.»

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