Boullier: McLaren-Honda nicht Red Bull Racing-Renault

Von Mathias Brunner
Formel 1
McLaren-Teamchef Eric Boullier mit Honda-Rennchef Yasuhisa Arai: Nicht alles ist betrüblich

McLaren-Teamchef Eric Boullier mit Honda-Rennchef Yasuhisa Arai: Nicht alles ist betrüblich

Komplettausfall für McLaren-Honda in Kanada: Fernando Alonso und Jenson Button beide out. Doch wer auf die grossen Schuldzuweisungen wartet, muss sich mit Geduld wappnen.

Als zu Beginn des Formel-1-Jahres 2015 klar wurde, dass Renault nicht konkurrenzfähig ist, wurde der Ton zwischend Red Bull Racing und den Franzosen zwischendurch gefährlich scharf.

Schuldzuweisungen in der Öffentlichkeit sind aber nie besonders zielführend, also setzte Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko dem Verbal-Pingpong ein Ende. Nicht dass nun keine Kritik mehr erlaubt wäre, aber diese Diskussion soll nicht über die Medien geführt werden.

McLaren und Honda befinden sich in einer ähnlichen Situation: die Ergebnisse 2015 sind ernüchternd. In Kanada setzte es nach Malaysia den zweiten Komplettausfall des Jahres. An die Fortsetzung des Aufwärtstrends von Monaco (erster Punktefahrt der Saison durch Button) war nicht zu denken – der Honda-Motor erwies sich in Montreal als zu schwach und er verbraucht obendrein zu viel Sprit.

Aber noch vor dem Rennen konnte sich McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale einen kleinen Nadelstich Richtung Red Bull Racing nicht verkneifen: «Wir werden nicht den Kopf hängen lassen und stehen zu unserem Motorenpartner. Wir machen diese Phase als ein Team durch und gehen jetzt nicht wie andere auf den Motorenpartner los und sprechen plötzlich von Chassis- und Motoren-Hersteller. Wir sind eine Einheit und wir arbeiten gemeinsam daran, die Probleme aus der Welt zu schaffen.»

Ins gleiche Horn stösst nun McLaren-Teamchef Eric Boullier. Der Franzose sagt: «Wir werden nicht wie Red Bull Racing und Renault enden, mit einer Schlammschlacht in aller Öffentlichkeit. Das ist sinnlos. Es gibt gute Gründe, wieso wir uns mit Honda zusammen getan haben, selbst wenn wir derzeit frustriert sind.»

«Es wäre leicht, den Partner zu beschuldigen. Aber man muss in solchen Zeiten einander unterstützen. Ja, es tut weh, ja, hin und wieder ist es ein wenig peinlich, aber auch das ist eben Formel 1, die technische Aufgabe ist immens, und die Zeiten im GP-Sport sind vorbei, wo man neu in den Sport kommen konnte und gleich vorne mitgeigt. Wir haben da einen Berg vor uns, aber wir haben das richtige Material, um eines Tages auf dem Gipfel zu stehen.»

Der Marschplan gemäss Boullier: «Es gibt noch immer Probleme mit der Standfestigkeit, die müssen wir zuerst in den Griff bekommen. Dann können wir an Leistung zulegen. Wir haben einen genauen Plan dafür, mal schauen, wie wir damit vorwärts kommen.»

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