Formel-1-Saison 2026: Ganz anderes Kräfteverhältnis als in Barcelona
Die Bestzeit beim Shakedown-Test stellte Lewis Hamilton im Ferrari auf. Mercedes-Star George Russell blieb knapp eine Zehntel langsamer. Juan Pablo Montoya sagt, was die Barcelona-Bestmarke wert ist.
Dass die Rundenzeiten bei Formel-1-Testfahrten mit Vorsicht zu geniessen sind, ist nichts Neues. Und beim Shakedown-Test in Barcelona stand auch nicht die Zeitenjagd im Mittelpunkt, wie viele Teamverantwortliche und Fahrer unisono betont haben. Denn beim ersten echten Test mit der neuen Fahrzeuggeneration ging es in erster Linie darum, die Zuverlässigkeit der Systeme zu testen und den Fahrern die Möglichkeit zu geben, sich mit den neuen GP-Rennern und dem Energie-Management vertraut zu machen.
Dennoch gab es viel Wirbel um die Test-Bestzeit von Lewis Hamilton. Der siebenfache Weltmeister, der eine schwierige erste Saison mit dem Ferrari-Team hinter sich hat, umrundete den Circuit de Barcelona-Catalunya am Ende des letzten Testtages in 1:16,348 min und sorgte damit für Jubel bei den Tifosi. Denn er unterbot die tags zuvor von George Russell aufgestellte Rundenzeit um knapp eine Zehntel.
Doch haben die Formel-1-Rennställe wirklich gezeigt, was sie können? Und wie sehr wird sich die Leistung verändern, wenn die Bedingungen repräsentativer als beim kalten Wintertest in Spanien sein werden? Ausserdem durften die Teams die erlaubten drei Testtage innerhalb des fünftägigen Tests selbst aussuchen, was bedeutet, dass die persönlichen Bestzeiten nicht unter den gleichen Bedingungen aufgestellt wurden. Und schliesslich werden die Teams die Fahrzeuge bis zur letzten Minute weiterentwickeln, bevor der Saisonstart in Melbourne ansteht.
Sicher ist: Die neuen GP-Renner werden am GP-Wochenende in Barcelona sicherlich deutlich flotter um die Strecke flitzen. Der Blick auf die Pole-Zeit von 2025, die Oscar Piastri aufgestellt hat, bestätigt dies. Denn der McLaren-Star schaffte die Runde in 1:11,546. GP-Veteran Juan Pablo Montoya betont denn auch im «AS Colombia»-Gespräch: «Die meisten gehen davon aus, dass Mercedes einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat. Ich habe gehört, dass die Zeiten, die sie in Barcelona gefahren sind, zwischen drei und vier Sekunden langsamer waren, als es das Potenzial der Autos zulassen würde.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach