Helmut Marko: «Berger für Horner? Absoluter Unfug»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Gerhard Berger mit Christian Horner

Gerhard Berger mit Christian Horner

Im Rahmen des Österreich-GP erfuhr Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner davon, dass er seinen Job verlieren solle. «Ich bin schockiert. Ich wusste nicht, dass so über mich geredet wird.»

Ausgerechnet ein anderer Teamchef soll die angebliche Hiobsbotschaft überbracht haben: im Rahmen des Österreich-GP auf dem Red Bull Ring teilte er Red Bull Racing-Teamchef Horner mit, dass er, Horner, wohl ersetzt werde. Und zwar durch Gerhard Berger, den früheren Formel-1-Star, Toro-Rosso-Mitbesitzer und Vertrauten von «Mr. Red Bull» Dietrich Mateschitz.

Christian Horner ist «schockiert. Ich hatte keine Ahnung davon, dass so über mich geredet wird. Ich habe einen länger währenden Vertrag mit dem Team. Ich weiss, dass wir keine einfachen Zeiten durchmachen, aber ich habe mit Dietrich am Samstag zu Abend gegessen, und unser Verhältnis ist nach wie vor gut. Ich bin der Erste, der zugibt, dass wir Probleme haben, aber wir arbeiten hart daran, die zu lösen, und ich bin da, um diesen Job zu erledigen.»

Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko sagt zu diesem böswilligen Gerücht um Horner: «Das ist absoluter Unfug. Wer immer das in die Welt gesetzt hat – es stimmt einfach nicht. Das ist komplett aus der Luft gegriffen.»

Beim Schritt in die neue Turbo-Ära ist Red Bull Racing-Motorenpartner Renault gewaltig ins Straucheln geraten. Nach vier WM-Titeln in Folge von 2010 bis 2013 gab es 2014 noch drei GP-Siege für Daniel Ricciardo und Rang 2 im Markenpokal hinter Mercedes (Ricciardo wurde WM-Dritter), 2015 jedoch steht Red Bull Racing mit 55 Punkten derzeit nur auf Platz 4 der Markenwertung hinter Mercedes (328), Ferrari (192) und Williams (129), als beste Platzierung kann RBR lediglich Rang 5 von Ricciardo in Monaco vorweisen, der Australier ist gegenwärtig WM-Siebter, sein Stallgefährte und Vettel-Nachfolger Daniil Kvyat ist WM-Achter.

Ausgerechnet zum Heim-GP von Österreich mussten beide Piloten eine Strafe von zehn Rängen zurück hinnehmen, weil die Renault-Motoren ein weiteres Mal gewechselt werden mussten. Bekanntlich sind pro Fahrer und Saison nur vier Antriebseinheiten erlaubt, dieses Kontingent hat Renault bereits ausgeschöpft.

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