Sebastian Vettel: Vergleich mit Schumacher lächerlich

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel feier mit seinem Ferrari-Team

Sebastian Vettel feier mit seinem Ferrari-Team

​Nach dem grandiosen Erfolg hat Sebastian Vettel an Ferrari-Siegen in seiner ersten Saison mit einm gewissen Michael Schumacher gleichgezogen. Aber Seb findet: der Vergleich hinkt.

Sebastian Vettel hat nun in seiner ersten Saison mit Ferrari so oft gewonnen wie 1996 sein Idol und sein Freund Michael Schumacher. Schumi siegte damals im Regen von Barcelona, in seinem Wohzimmer Spa-Francorchamps und als i-Pünktchen beim Ferrari-Heimrennen in Monza. Vettel hat in Malaysia triumphiert, in Ungarn und nun in Singapur. Zudem liegt Vettel jetzt in der ewigen Bestenliste der GP-Sieger vor dem grossen Ayrton Senna. Was bedeutet das alles für Sebastian Vettel?

Der Heppenheimer meint: «Ich darf mich der glücklichste Rennfahrer der Welt nennen, wenn ich so schöne Erfolge einfahren dürfte wie Michael. Aber der Vergleich hinkt, denn ich weiss, dass sein Ferrari damals kein so gutes Auto war wie mein Renner 2015. Und alleine das unterstreicht, welch herausragender Rennfahrer Michael gewesen ist.»

«Ich hatte auch immer das Glück, dass ich tolle Rennwagen hatte in herausragenden Rennställen. Zudem habe ich das Glück, dass ich nun in einer Phase bei Ferrari sein darf, in welcher es mit der Scuderia wieder aufwärts geht. Ich war in den letzten Jahren nicht dort, aber ich weiss, dass es damals nicht einfach war. Die Richtung stimmt, die Stimmung ist hervorragend, wir haben ein gutes Auto. Aber wir sind noch nicht, wo wir sein wollen. Die Erwartungen sind gross, auch unsere einigen, jene der Tifosi an Ferrari sowieso. Wir müssen bei aller Freude aber auch die Füsse am Boden behalten, wir wissen, dass wir noch sehr viele Hausaufgaben lösen müssen, um uns an der Spitze einzunisten.»

Zur Erinnerung: Michael Schumacher führt die ewige Siegerliste der Formel 1 mit 91 Erfolgen an, dann folgt Alain Prost mit 51 und nun Sebastian mit 42 vor Ayrton Senna mit 41 und Lewis Hamilton mit 40. Wie weit kann der Heppenheimer kommen?

Sebastian meint: «Ich bin nun 28 Jahre alt, nicht mehr der Jüngste also, vor allem auch in einer Ära, in welcher die Jungs mit 17 Jahren schon Formel 1 fahren. Aber an den Rekord von Michael zu denken, das ist ein wenig lächerlich – Anzahl Siege, Anzahl Pole-Positions, Anzahl beste Rennrunden, er hält so viele Rekorde. Da können einfach alle gleich mal einpacken. Wenn ich es mit einer Runde in Singapur vergleichen würde, dann liege ich noch immer in der ersten Kurve, aber Michael kommt aus der letzten und 23. Kurve heraus.»

«Ich fahre nicht für die Statistik. Ich erfreue mich am Jetzt, ich weiss dabei, in welch gesegneter Position ich mich befinde, wie meine Karriere verläuft. Wenn das nur halbwegs so weitergeht, dann darf ich sehr glücklich sein.»

Wie lange will Vettel denn noch fahren? Seb meint: «Michael war mit 43 Jahren noch da, Kimi ist nun 36 und gibt gewaltig Gas. Es ist unmöglich, die Zukunft vorher zu sagen, aber ich schätze, wir haben ein paar schöne Jahre vor uns. Am wichtigsten ist mir jedoch nicht die Statistik, sondern, dass man glücklich ist im Leben, und wenn man für so eine tolle Arbeit auch noch bezahlt wird, dann umso besser.»

Der vierfache Formel-1-Champion Alain Prost twittert in der langen Nacht von Singapur: «Gut gemacht, Sebastian, ich kann dich schon in meinem Rückspiegel sehen.»

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