FIA hält Versprechen an Fans: Motoren 2016 lauter

Von Mathias Brunner
Formel 1
Die Fans hatten so ihre Vorstellung, wie ein besserer Sound zustandekommen könnte

Die Fans hatten so ihre Vorstellung, wie ein besserer Sound zustandekommen könnte

​Der Automobilverband FIA hatte versprochen, dem Wunsch der Formel-1-Fans nach lauteren Triebwerken nachzukommen. Das wird nun für die kommende Saison 2016 umgesetzt.

Der Weltrat des Automobilverbands FIA hat gestern in Paris einem erheblich umgekrempelten Formel-1-WM-Kalender 2016 zugestimmt (siehe online und weiter unten).

Schon jetzt regen sich viele Fans darüber auf, dass der neue Grosse Preis von Aseribaidschan aufs Le-Mans-Wochenende gelegt worden ist (18./19. Juni, eine Woche nach dem Kanada-GP in Montreal). Die FIA selber will dem Terminkonflikt entgegen treten, indem die Startzeit in Baku verlegt wird – der Aserbaidschan-GP könnte damit spät beginnen und in den Abend führen, möglicherweise als Vorbereitung auf die Umstellung zu einem Nachtrennen 2017. Das nützt Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg herzlich wenig: er kann seinen Le-Mans-Sieg von 2015 nicht verteidigen.

Abgesehen vom Saisonverlauf wurden auch einige sportliche Regeln angepasst.

Die FIA will härter durchgreifen, wenn es Piloten mit den Begrenzungen der Rennstrecke nicht besonders genau nehmen. Ohne triftigen Grund darf künftig kein Fahrer mehr neben der Bahn herumfahren. Ansonsten er sich bei den Rennkomissaren erklären muss. Strafen und ihre Härte werden festgelegt aufgrund der Einschätzung der Rennkommissare, ob der betreffende Pilot durchs Abkürzen einen Vorteil erlangt hat.

Neu definiert werden auch die Strafen für Wechsel von Antriebseinheiten und Getriebe. Um wie viele Ränge ein Fahrer zurückversetzt wird, sollte ein solcher Wechsel vor dem Abschlusstraining passieren, das ist künftig abhängig davon, wie lange Motor oder Getriebe schon im Einsatz waren. Wird hingegen nach dem Qualifying gewechselt und es gibt mehrere Wechsel, dann ergibt sich die Reihenfolge der Strafversetzungen aus dem Zeitpunkt, an dem ein Team die Rennleitung über den Wechsel informiert hat.

Jeder Fahrer, der einen Startabbruch verursacht, muss künftig aus der Boxengasse losfahren. Auch wenn er seinen Wagen mit Verspätung in Gang gebracht hat und die Formationsrunde fahren konnte.

Wie die vorgeschriebenen Maximalkapazitäten beim Gebrauch von Windkanal und CFD (Flussdynamikberechnungen) umrissen sind, ist den Teams präzisiert worden, vor allem was Berichtpflicht und Inspektionen angeht.

Alle Autos müssen 2016 mit einem zusätzlichen Auspuffrohr ausgerüstet sein, durch das lediglich Auspuffgase des Abgassstroms zum Turbolader fliessen dürfen. Auf diese Weise soll das Motorgeräusch verstärkt werden, während es in Sachen Leistungsentfaltung und Schadstoffausstoss keine nennenswerten Veränderungen gibt.

Ab 2017 sind TV-Kameras, die an stelzenartigen Vorrichtungen an der Fahrzeugnase montiert sind, verboten.

Formel-1-WM 2016 *

20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku)
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin)
6. November: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* endgültige Fassung erst im Dezember

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