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Wintertest Barcelona, Tag 1: Zeiten-Wirbel, drei Mal Rot, Polizei-Kontrolle

Die Formel 1 testet hinter verschlossenen Toren auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Wie zu erwarten, haben einige Teams Probleme. Ferrari, McLaren, Aston Martin und Williams fehlen.

Mathias Brunner

Von

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Schon seltsam, dieser erste Formel-1-Wintertest auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya: keine Fans, keine Medien, dafür jede Menge Wortmeldungen auf Social Media, auch von Fans und Fachleuten, die den Weg vorbei an den Polizeikontrollen gefunden hatten und fleissig posteten – aus der Boxengasse, von den Tribünen herunter, entlang der Rennstrecke.

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Unter strenger Kontrolle auch, was die Teams selber herzeigen: maximal sechs Fotos pro Tag, mehr gibt es nicht, aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Rennställen.

Witzigerweise nennt die Formel 1 selber den Auftakt gar nicht einen echten Test, sondern einen Shakedown, was wir als Funktionsprobe übersetzen würden. Gefahren wird bis und mit Freitag, 30. Januar, jeweils von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Teams haben für die Arbeit in Spanien vereinbart: Jeder Rennstall darf drei der fünf Tage für einen richtigen Test nutzen, eine kurze Probefahrt (maximal 15 Kilometer) exklusive. McLaren, Ferrari und Aston Martin kündigten an, dass man mit ihren am 26. Januar nicht rechnen sollte.

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Die Grünen sind mit der Arbeit in Verzug. Im Laufe des Nachmittags vom 26. Januar bestätigte Aston Martin: Sie werden nur am 29./30. Januar, also am Donnerstag und Freitag, auf die Bahn gehen können.

Williams ist wegen Verzögerungen gar nicht erst nach Katalonien gereist – angebliche Probleme mit dem Absolvieren der Crash-Tests bleiben vom Rennstall unbestätigt.

Die ersten Autos auf der Bahn: Mercedes (mit Kimi Antonelli), Audi, Alpine, dann die Racing Bulls und Red Bull Racing. Wenig später ging auch Cadillac mit Valtteri Bottas auf die Piste.

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Die Verhältnisse: wenig aussagekräftig. Am Morgen klamme acht Grad, am Nachmittag knapp über 11 Grad. Das Wetter: freundlicher als erwartet, recht viel Sonne. Am Dienstag soll es übrigens regnen, ab Mittwoch kehrt die Sonne zurück.

Bei Audi sass am ersten Tag der Brasilianer Gabriel Bortoleto am Lenkrad, Nico Hülkenberg steigt dann am Dienstag, 27. Januar, ein.

Am Morgen drehte der italienische Mercedes-Teenager Kimi Antonelli zunächst am meisten Runden, zwischendurch absolvierte der WM-Siebte von 2025 Startübungen. Wir wiederholen es gerne nochmals: Ohne die MGU-H (Generator für elekrische Energie am Turbolader) ist der Motoren-Sound lauter und kerniger geworden.

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Red Bull Racing schickte Isack Hadjar zunächst für einige Funktionsrunden auf die Strecke. Der neue Motor von Red Bull Powertrains/Ford lief anstandslos. Bald konnte der 21-jährige Pariser seine Rundenzahl vervielfachen.

Erste rote Flagge des Tages: Hickser am Alpine-Rennwagen von Franco Colapinto, der Argentinier konnte das Auto aber selber wieder flottmachen, die rote Flagge war bald aufgehoben.

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Zweite rote Flagge: Gabriel Bortoleto im Audi blieb bei Kurve 10 stehen, der Brasilianer hatte zu diesem Zeitpunkt schon fast 30 Runden gedreht. Der Audi R26 tauchte nicht mehr auf, Audi bestätigte ein technisches Problem, sicherheitshalber habe man beschlossen, nicht weiter auf die Bahn zu gehen.

Schnellster Mann zur Mittagspause: Isack Hadjar im Red Bull Racing RB22-Red Bull Ford, am meisten Runden hatte Esteban Ocon mit Haas absolviert – stattliche 67!

Die Reihenfolge nach vier Stunden: Hadjar (Red Bull Racing), Antonelli (Mercedes), Colapinto (Alpine), Lawson (Racing Bulls), Ocon (Haas), Bottas (Cadillac) und Bortoleto (Audi).

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Weitere rote Flagge dann unmittelbar vor der Mittagspause, nachdem Liam Lawson im Auto der Racing Bulls stehengeblieben war.

Bei Mercedes übernahm am Nachmittag der englische GP-Sieger George Russell, spanische Kollegen berichteten, dass der Brite auf P2 hinter Isack Hadjar rückte.

Kurze Zwischenbilanz: Die Teams drehten erheblich mehr Runden als am ersten Testtag der Turbohybrid-Ära 2014. Damals kamen acht Teams auf insgesamt nur 93 Runden.

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Am Nachmittag war auch ein Datenleck gestopft, durch das am Morgen die Rundenzeiten getröpfelt waren. Die Rennställe und die Formel 1 wollten verhindern, dass anhand einer Zeitenliste das grosse Spekulieren losgeht.

Bei Cadillac klemmte sich der Mexikaner Sergio Pérez hinters Lenkrad.

Schnellster ist in Spanien angeblich Red Bull Racing-Fahrer George Isack Hadjar, mit einer (nicht überprüfbaren) 1:18,159 min. Doch in Sachen Rundenzeiten stehen wir noch ganz am Anfang. Der schnellste Mann im Abschlusstraining zum Spanien-GP 2025: der Australier Oscar Piastri (McLaren) mit 1:11,546 min.

Immerhin das wissen wir mit Sicherheit.

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