Kimi Räikkönen: «Mercedes war heute sehr schnell»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Kimi Räikkönen: «Ich bin überzeugt, dass alles Nötige und Mögliche unternommen wird, um die Sicherheit stetig zu verbessern»

Kimi Räikkönen: «Ich bin überzeugt, dass alles Nötige und Mögliche unternommen wird, um die Sicherheit stetig zu verbessern»

Ferrari-Star Kimi Räikkönen eroberte im Qualifying zum Russland-GP den fünften Startplatz und sprach hinterher über Reifensorgen, fehlende Trainingszeit und das Tempo der Silberpfeile.
Kimi Räikkönen, ist es auf die verkürzte Trainingszeit zurückzuführen, dass Ferrari im Qualifying zum Russland-GP nicht am Williams von Valtteri Bottas vorbeigekommen ist?

Das Training verlief offensichtlich nicht wie geplant, wegen des Wetters und allen anderen Sachen, die passiert sind. Wir haben aber unser Programm durchgezogen, bis die rote Flagge geschwenkt wurde. Das war natürlich nicht ideal, aber so etwas kann man nicht voraussehen. Das grösste Problem war heute, die Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen. Das war auch im Qualifying schwierig, denn das Wetter hat im Zusammenspiel mit den Streckenverhältnissen für knifflige Verhältnisse gesorgt. Das Auto läuft ganz gut, wenn die Reifen funktionieren. Es braucht einfach etwas länger, bis es die Reifen auf Betriebstemperatur gebracht hat. Und dafür blieb im dritten Qualifying-Segment einfach zu wenig Zeit.

Du startest gleich hinter deinem Teamkollegen Sebastian Vettel ins Rennen. Weisst du, welche Seite der Strecke die besseren Voraussetzungen für den Start bietet?

Nein, man versucht ja auch immer, einfach möglichst weit vorne in der Startaufstellung zu stehen. Wir werden morgen natürlich unser Bestes geben, um einen guten Start hinzulegen. Ich denke, das Rennen sollte ganz okay sein, auch wenn wir etwas im Dunkeln tappen, weil es keiner geschafft hat, eine Rennsimulation zu absolvieren.

Wie sehr hat das verkürzte Rennen die Rennvorbereitung beeinflusst?

In Japan lief es ja genau gleich und das Rennen lief ganz okay für uns. Wir werden morgen natürlich versuchen, das wieder so gut hinzubekommen.

Der Rückstand zu Mercedes scheint wieder grösser geworden zu sein. Hast du mit dieser Dominanz der Silberpfeile in Sotschi gerechnet?

Wir haben nicht erwartet, dass uns diese Strecke liegt. Ich denke, unser grösstes Problem ist hier die Betriebstemperatur der Reifen. Ich bin sicher, wenn wir das in den Griff bekommen hätten, wären die Rundenzeiten sehr viel besser ausgefallen. Doch aus irgendeinem Grund war das nicht so einfach. Und da wir nur wenig Zeit auf der Strecke hatten, haben wir in dieser Hinsicht auch nicht viel gelernt. Für das Rennen sollte das kein so grosses Problem sein, denn wenn man so viele Runden am Stück dreht, ist es weniger wichtig, gleich auf Tempo zu kommen.

Glaubst du denn an eine Chance, die Mercedes-Piloten morgen im Rennen zu schnappen oder ist nur Williams in Reichweite?

Das kann ich nicht sagen und ich denke, keiner kann das. Heute waren die auf einer Runde sehr schnell, im Rennen könnte das aber schon ganz anders aussehen. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben und ich hoffe, dass es reichen wird, um ganz vorne zu kämpfen. Das Rennen ist für alle eine grosse Unbekannte, wir werden uns also gedulden müssen, bis wir mehr wissen.

Nach dem Crash von Carlos Sainz hat es eine ganze Weile gedauert, bis der Spanier aus dem Toro Rosso befreit worden war – mitunter auch, weil er unter den Prallschutz gerutscht ist. Machst du dir angesichts dieser Szene Sorgen?

Ich habe den Unfall selbst nicht gesehen, nur die Unfallstelle, nachdem er in der Streckenbegrenzung Geländer war. Ich weiss auch nicht, wie lange es gedauert hat, bis er aus dem Cockpit war. Das Wichtigste ist sowieso, dass es ihm offenbar gut geht. Die Verantwortlichen werden sich den Unfall genau anschauen, aber man kann nie auf alles vorbereitet sein. Ich bin überzeugt, dass alles Nötige und Mögliche unternommen wird, um die Sicherheit stetig zu verbessern.

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