Carlos Sainz: Crash, Spital, 7., Bremse hin, Aufgabe

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Sainz fuhr ein grandioses Rennen

Carlos Sainz fuhr ein grandioses Rennen

​Dieses Russland-GP-Wochenende wird Carlos Sainz so bald nicht vergessen: Böser Trainingsunfall und Spital, dann heldenhafte Fahrt auf Rang 7, bevor die Bremse versagte.

Ist Carlos Sainz nun ein Pechvogel oder ein Glückspilz? Der Madrilene entging im Training mit Glück Verletzungen, als sich sein Toro-Rosso-Renner unter eine Barriere bohrte. Im Spital wurden keine Verletzungen festgestellt, die FIA gab Startfreigabe für den Sotschi-GP. Sainz kämpfte sich von ganz hinten auf Platz 7 vor, aber dann stoben die Funken aus seiner Bremse, um ein Haar wäre Sainz in der gleichen Kurve wie im Training noch einmal abgeflogen, schliesslich musste der tapfere 21-Jährige aufgeben.

Sainz berichtet: «So ein gutes Rennen, so ein mieses Ende! Aber insgesamt bin ich trotz der Enttäuschung über den Ausfall happy – es ist nicht selbstverständlich, dass du nach so einem Erlebnis im Training dann so ein Rennen zeigen kannst.»

«Ich konnte es selber nicht glauben, dass ich zwischendurch das Signal erhielt, auf Rang 7 liegen. Ich glaube sogar, wir hätten Fünfter werden können! Zum Schluss des Rennens warnte mich mein Team, dass die Bremse immer heisser wurde, ich versuchte, das so gut es ging zu managen. Aber dann sagten die Bremsen “genug”, ausgerechnet vor Kurve 13, wo sonst? Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, das so lange gearbeitet hat, um mir einen Rennwagen hinzustellen. Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage Ruhe.»

Mit Glück errang Max Verstappen noch einen WM-Punkt: Eigentlich wäre der Niederländer Elfter geworden und leer ausgegangen, aber dann erhielt der vor ihm platzierte Fernando Alonso eine Strafe.

Max sagt: «Kein gutes Rennen – mein Start war mittelprächtig, dann erhielt ich im Durcheinander des Mittelfelds einen Schlag. Der Wagen war beschädigt und schwierig zu fahren, das Heck war unruhig und benahm sich überhaupt nicht wie gewohnt. Wenigstens ist unser Durchbeissen mit einem Punkt belohnt worden.»

Teamchef Franz Tost fasst zusammen: «Ein hochemotionales Wochenende mit dem Riesenschreck um Carlos im Training. Im Rennen konnte Verstappen leider nicht ausweichen, als vor ihm Hülkenberg und Ericsson aneinander gerieten. Wir konnten an der Box den Reifen tauschen, aber wir sahen auch dass Boden und Aufhängung Schaden erlitten hatten. Insofern hat er ein gutes Rennen gezeigt.»

«Carlos ist rundweg phantastisch gefahren. Er lag vor Kvyat, und der Russe wurde letztlich Fünfter! Es gab aber ein Problem mit der Bremse links vorne, die überhitzte, also musste er aufgeben. Das ist derzeit ein Rätsel, denn alles schien im grünen Bereich zu sein, bis zehn Runden vor Schluss die Temperaturen auf einmal in die Höhe schossen.»

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