Dr. Helmut Marko: Red Bull auch 2016 in der Formel 1

Von Mathias Brunner
Dr. Helmut Marko

Dr. Helmut Marko

​Der Red-Bull-Motorsportchef bestätigt, was Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner bislang nur angedeutet hatte: Red Bull Racing und die Scuderia Toro Rosso bleiben in der Formel 1.

Für Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner war von Anfang an klar: Aufgeben ist keine Option. «Für mich steht im Vordergrund, Dietrich Mateschitz Lösungsvorschläge zu präsentieren. Ich arbeite sehr hart daran, dass dieses Team im kommenden Jahr am Start steht», sagt der Engländer und fügte im Fahrerlager von Interlagos gestern hinzu: «Wir sind fest dazu entschlossen, im nächsten Jahr und für viele Jahre darüber hinaus in der Formel 1 zu sein.»

Doch der Engländer bestätigte nicht, dass Red Bull bleibt, denn er relativierte sogleich: «Eines muss allen klar sein – das letzte Wort hat Dietrich Mateschitz.»

Horner nahm keine Stellung zu Gerüchten keine Stellung, wonach Red Bull Racing weiter mit einem Renault-Motor fahren werde, der möglicherweise Infiniti heisst. Und dass Toro Rosso mit einem 2015er Ferrari-Motor fahre. Beides als Übergangslösung, bis Red Bull mit dem Alternativ-Motor antritt, den FIA-Präsident Jean Todt und Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone angeschoben haben. Horner bestätigt auch keine Spekulationen, wonach sich Red Bull Racing für die nächstjährige Formel-1-WM bereits eingeschrieben habe.

Aber diese Spekulationen sind nun zu Ende: «Beide Teams machen nächstes Jahr weiter», bestätigt Red-Bull-Chef Dr. Helmut Marko im ORF. «Über die exakte Motorenverteilung ist im Moment Stillschweigen vereinbart, also bitte um etwas Geduld.» Marko sieht 2016 als Übergangsjahr, ehe 2017 der Alternativ-Motor kommt. «Todt und Ecclestone haben uns zugesichert, dass dieser Motor kommt.»

Eine entsprechende Ausschreibung des Autoweltverbands FIA ist gestern in die Welt gerufen worden (mehr dazu finden Sie online).

Es wird damit gerechnet, dass der Schweizer Mario Illien mit der Firma Ilmor sowie die traditionsreiche Motorenfirma Cosworth Bewerbungen einreichen.

Dr. Marko spricht davon, dass diese Motoren nicht nur erheblich kostengünstiger sind und Unabhängigkeit von den Autoherstellern garantieren, der Grazer fügt hinzu, dass die Einführung dieser günstigeren Antriebsvariante Bedingung war, um im Formel-1-Sport zu bleiben.

Was der Le-Mans-Sieger nicht sagt: Es ist ein gewaltiger Reiz, mit einem Alternativmotor jene Werke zu schlagen, nicht nicht Willens waren, 2016 mit Red Bull zu arbeiten.

Derzeit bezahlen die Formel-1-Rennställe je nach Vertrag zwischen 17 und 23 Millionen Euro Leasinggebühren für die Antriebseinheiten. FIA-Präsident Jean Todt hatte davon gesprochen, dass 12 Millionen ein vernünftiger Preisdeckel wären. Mercedes-Teamchef Toto Wolff widersprach: «Wir verlieren heute schon Geld mit den Motoren.» Ein Alternativmotor soll nur zwischen sechs und sieben Millionen Euro pro Jahr kosten.

Die nächste Sitzung der Strategiegruppe findet am 24. November statt, einen Tag nach dem Auslaufen jener Frist, welche die FIA interessierten Motorfirmen gegeben hat. In der Strategiegruppe (Vertreter von sechs Rennställen, FIA-Präsident Jean Todt sowie Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone) werden die Fetzen fliegen.

Doch wenn sich Todt und Ecclestone verbünden, sind den Teams die Hände gebunden: FIA und FOM besitzen in der Strategiegruppe zusammen zwölf Stimmen, die Teams nur sechs. Die Frage wird sein, ob die Rennställe nicht argumentieren werden, die Einführung des Alternativmotors verletze bestehehende Verträge. Und nicht zu vergessen: Ferrari besitzt ein Vetorecht bei Änderungen des technischen und sportlichen Reglements.

Aber FIA-Präsident Jean Todt hat Ferrari in Mexiko bereits gewarnt: «Ein solches Vetorecht ist wie eine Waffe. Man sollte sehr genau überlegen, wann man sie benutzt.»

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