Mercedes vs. Ferrari: Maurizio Arrivabene bleibt cool

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Maurizio Arrivabene: «Bei ihm bringt es nichts, um den heissen Brei zu reden»

Maurizio Arrivabene: «Bei ihm bringt es nichts, um den heissen Brei zu reden»

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene nimmt Stellung zur FIA-Anfrage von Mercedes bezüglich Kooperationen zwischen zwei Formel-1-Teams. Der Italiener bleibt cool.: «Soviel ich weiss, wurden weder Haas noch wir erwähnt.»

Die Anfrage von Mercedes beim Automobilweltverband FIA bezüglich Team-Kooperationen ist das grosse Thema im Fahrerlager von Abu Dhabi. Denn die Sternmarke hat die FIA um Klärung gebeten, was in Sachen aerodynamischer Entwicklung denn nun erlaubt ist und was eben nicht. Dies taten sie mit Blick auf die enge Partnerschaft von Ferrari und dem Formel-1-Neueinsteiger Haas F1.

Doch Maurizio Arrivabene bleibt cool. Im Gespräch mit Sky Sports F1 erklärt der Teamchef der Scuderia: «Soviel ich weiss, wurden weder Haas noch wir erwähnt. Sie haben nur ein paar Fragen gestellt, und ich denke, jeder hat das Recht, dieses Thema anzusprechen und Informationen an die FIA weiterzugeben. Wir haben unsererseits immer transparent gehandelt und sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart alle Informationen offengelegt. Das werden wir auch weiterhin tun.»

Auf die Frage, ob Mercedes angesichts der beachtlichen Leistungssteigerung der roten Renner langsam nervös werde, erklärte der 58-Jährige aus Brescia: «Schon möglich, wir sind auch nervös. Alle Jungs in der technischen Abteilung haben in diesem Jahr eine unglaubliche Leistung erbracht und werden das auch im nächsten Jahr tun. Wie ich gestern schon gesagt habe: Unser Ziel ist es, vor ihnen zu stehen. Das heisst nicht, dass wir dieses Ziel auch erreichen, aber das muss unser Anspruch sein.»

Der Teamchef räumt ein, dass Schützling Kimi Räikkönen zulegen muss, wenn die Mannschaft aus Maranello im nächsten Jahr ernsthaft um den Titel mitkämpfen will: «Deshalb treiben wir ihn auch zu Höchstleistungen an. In diesem Jahr hatten wir ein bisschen ein Auf und Ab. Manchmal ging es auf seine Kappe, manchmal waren auch wir schuld. Im nächsten Jahr werden wir unser Bestes geben, aber er muss seinen Job auch machen, wenn wir vorne mitspielen wollen.»

Arrivabene betont auch: «Kimi ist Kimi, wir pflegen eine gute Beziehung zueinander, und das geht nur, wenn man ihm auf sehr direkte Art und Weise sagt, was man denkt. Bei ihm bringt es nichts, um den heissen Brei zu reden. Unsere Zusammenarbeit basiert auf Offenheit und Ehrlichkeit, und manchmal tut es halt weh, wenn man direkt und ehrlich ist.»

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