Achtung, der Fan hört mit: Die 10 besten Funksprüche

Von Mathias Brunner
Formel 1
Manchmal war auch Fernando Alonso einfach nur sprachlos

Manchmal war auch Fernando Alonso einfach nur sprachlos

​Nicht alle Funksprüche 2015 hatten sofortigen Kultcharakter wie Kimi Räikkönens «Lasst mich in Ruhe, ich weiss, was ich mache» von 2012. Unterhaltsam waren sie trotzdem.

Kimi Räikkönen hat die Latte hochgelegt für all jene Formel-1-Fahrer, die am Funk ihrer Boxenmannschaft ein kluge Botschaft schicken wollen, eine patzige Antwort deponieren möchten oder einfach nur einen Scherz wagen. Im Abu-Dhabi-GP 2012 wurde der damalige Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen an den feinfühligen Umgang mit Gaspedal (Spritverbrauch) und Reifen (Verschleiss) erinnert. Worauf der Finne den legendären Spruch tätigte: «Lasst mich in Ruhe, ich weiss, was ich mache!»

Da ging fast unter, dass Räikkönen wenige Runden später funkte, als es erneut um die Reifen ging: «Ja, ja, ja, ja – das mach ich doch die ganze Zeit. Ihr müsst mich nicht jede Sekunde daran erinnern.»

Haben wir schon erwähnt, dass Kimi das Rennen gewann?

Auch 2015 liessen einige Wortmeldungen der angeblich 20 schnellsten Rennfahrer der Welt (nicht nur bei ihrer Mannschaft an der Box) die Augenbrauen hochgehen. Wenn es wirklich haarig wird, dann greift das zeitverzögerte internationale Signal. Auf diese Weise haben die TV-Spezialisten die Möglichkeit, einen etwas gar saftigen Spruch mit einem Piepser zu verzieren oder das Gepolter gleich zu streichen.

Wieso ein herzhafter Fluch am Boxenfunk schlimmer sein soll als der alltägliche Mord und Totschlag einer einfachen Nachrichtensendung zur Hauptsendezeit, ist wieder eine andere Frage.

Wir haben für Sie zehn Sprüche zusammengestellt, die wir in der abgelaufenen Saison besonders bemerkenswert finden.

«Sie überholen mich auf den Geraden wie ein GP2-Auto. Das ist peinlich, sehr peinlich. GP2-Motor, GP2. Aaaaah!»
(Fernando Alonso platzierte seine Beschwerde nicht zufällig im Japan-GP vor versammelter Führungsriege von Honda. Sein Stallgefährte Jenson Button meinte später: «Wir haben bei weiteren Gelegenheiten noch ganz anders geschnödet, das wurde nur nie gesendet.»)

«Der Kerl schubst mich jedes mal zur Seite, wenn ich ihm nahe bin. Wenn das erlaubt ist, dann mach ich das beim nächsten Mal auch.»
(Kimi Räikkönen über die Fahrweise von Max Verstappen in Austin.)

«Das ist, als würde man Schwimmern Gewichte an die Füsse hängen.»
(Ferrari-Star Sebastian Vettel über das Fahren hinter dem Safety-Car in Monaco.)

«Ich hätte wissen müssen, dass er übergeschnappt ist.»
(Jenson Button in Singapur nach einer unheimlichen Begegnung der dritten Art mit Pastor Maldonado.)

«Nicht übel für einen alten Mann.»
(Williams-Pilot Felipe Massa in der Auslaufrunde des Österreich-GP mit einer gewissen Selbstironie.)

«Nein.»
(Antwort auf die Bitte der Toro-Rosso-Truppe in Singapur, bitteschön mit seinem Stallgefährten Carlos Sainz die Position zu wechseln.)

«Wir müssen diese Lücke vergrössern und zwar jetzt. Stell keine Fragen, tu es einfach.»
(Mercedes-Renningenieur Pete Bonnington zu seinem Piloten Lewis Hamilton in Monza. Mercedes befürchtete eine Zeitstrafe nach dem Rennen, daher sollte der Engländer einen grösseren Vorsprung herausfahren.)

«Lasciatemi guidare,
perché non sono lento.
Lasciatemi guidare,
una gara bella.»

(Übersetzung: «Lasst mich fahren, denn ich bin nicht langsam. Lasst mich fahren, ein schönes Rennen.» Das trällerte Sebastian Vettel am Funk in Singapur, in Abwandlung der Textzeiten des italienischen Liedermachers Toto Cutugno, der gesungen hatte:
«Lasciatemi cantare,
con la chitarra in mano.
Lasciatemi cantare,
sono un italiano.»

Übersetzt: «Lasst mich singen, mit der Gitarre in der Hand. Lasst mich singen, ich bin ein Italiener.»)

«Ich habe dieses Rennen verloren, nicht wahr?»
(Ein geknickter Lewis Hamilton nach einem Strategiefehler von Mercedes in Monte Carlo. Ausgerechnet sein Stallgefährte Nico Rosberg sagte Danke und gewann den Rennklassiker.)

«Ich liebe deinen Sinn für Humor.»
(Fernando Alonso in Sotschi auf die Bemerkung seines Renningenieurs Andrea Stella: «Okay, Fernando, Felipe Massa ist bis ins Ziel unser direkter Gegner.»)

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