Kevin Magnussen (Renault): «Maldonado tut mir leid»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Weil Pastor Maldonados Sponsor PDVSA als Geldquelle versiegt ist, musste der Venezolaner bei Renault (ehemals Lotus) gehen. Nachfolger Kevin Magnussen teilt seinen Schmerz.

Kevin Magnussen weiss, wie es ist, aussen vor zu bleiben: Nach einer soliden ersten Saison bei McLaren musste er im britischen Traditionsteam Platz machen, als Honda für 2015 Superstar Fernando Alonso holte. Jenson Button erhielt vor dem jungen Dänen von Vorzug. Magnussen hoffte dann auf eine Rückkehr als Werksfahrer 2016, aber die Hoffnung war vergebens. «Er hat die internen Ziele nicht erreicht», erklärte McLaren-Chef Ron Dennis die Trennung. Zudem hatte der Belgier Stoffel Vandoorne, ebenfalls ein McLaren-Eigengewächs, mehr Fürsprecher, was die Rolle des dritten Piloten 2016 und den Aufstieg zum Einsatzfahrer 2017 betrifft.

Magnussen schien keine Chance mehr zu haben, im GP-Feld unterzukommen, als sich Renault meldete: Weil Pastor Maldonados langjähriger Sponsor PDVSA als Geldquelle versiegt ist, musste der Venezolaner bei Renault (ehemals Lotus) gehen. «Magnussen war für uns die logische Wahl», sagt Renault-Sport-Geschäftsleiter Cyril Abiteboul.

Maldonados Manager Nicolas Todt (Sohn des FIA-Präsidenten Jean Todt) arbeitet am Comeback 2017. Kevin Magnussen kann nachvollziehen, was derzeit wohl im Südamerikaner vorgeht.

«Pastor hat meinen Respekt», sagt Magnussen im Rahmen der Renault-Präsentation in Paris. «Ich war in der gleichen Situation wie er und weiss daher, wie hart das ist. Er tut mir leid. Aber ich bin sicher, er wird Erfolg haben bei was immer er als nächstes macht.»

Und Magnussen? Spürt er Groll gegen seinen früheren Arbeitgeber McLaren? «Ich denke nicht über McLaren nach», gibt der Formel Renault 3.5-Champion von 2013 zur Antwort. «Es ist mir egal. Ich bin einfach froh, dass mir Renault diese Chance gegeben hat, und ich will sie nutzen. Wen ich ich dabei hinter mir lassen kann, ist mir nicht so wichtig.»

Magnussen ist kein Träumer. Er weiss, dass Renault nicht als Werkteams zurückkommen und gleich ein Wörtchen um Siege mitreden kann. «Wir befinden uns in einer Aufbauphase. Also wollen wir bescheiden und realistisch bleiben. Zunächst einmal bin ich einfach erleichtert, dass ich diese Gelegenheit erhalte. Jetzt will ich mich so gut auf die Saison vorbereiten wie es geht, dann freue ich mich auf mein erstes Rennen in einer langen Zeit in einem richtigen Formel-1-Team.»

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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