Sebastian Vettel (Ferrari): «Rang 1 nicht so wichtig»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel: Bestzeit in Barcelona

Sebastian Vettel: Bestzeit in Barcelona

​Bestzeit für Ferrari-Star Sebastian Vettel am ersten Wintertesttag der Formel 1. Aber der vierfache Champion sagt: «Rang 1 ist nicht so wichtig, der Sieg in Australien ist es.»

Ferrari hat die Saison nach Mass begonnen: Bestzeit für Sebastian Vettel am ersten Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Aber auch vor einem Jahr war Vettel im Ferrari Bester am ersten Tag. Daher sagt der Heppenheimer: «Rang 1 hier ist nicht so wichtig. Wichtig wäre es, in vier Wochen in Australien vorne zu sein.»

Sebastian, was sind deine Eindrücke vom neuen Auto?

Es ist ein Schritt nach vorne. Nach dem Filmtag gestern Sonntag sind wir heute richtig zum Fahren gekommen. Das erste Gefühl ist sehr positiv. Der Wagen ist in vielerlei Hinsicht eine Revolution. Vieles ist von aussen für euch sichtbar, noch viel mehr steckt unter der Verkleidung. Mir ist wichtig, dass wir einen weitgehend guten Tag haben mit einem Auto, das sich gut anfühlt. Die Bestzeit spielt keine Rolle.

Was lief heute nicht so gut?

Ich wäre gerne noch mehr zum Fahren gekommen. Aber diese Autos sind eben ein wenig komplexer als früher ein Ford Fiesta von Neunzehnhundert-Keineahnung. Da konntest du einfach die Haube hochklappen und mal reinlugen, um das Problem auf die Schnelle zu lösen. Wenn es mit einem modernen GP-Renner eine Schwierigkeit gibt, und sei das auch ein noch so kleine, dann muss man sehr sorgfältig gucken, was los ist, und das bindet eben Zeit. Mit einem neuen Formel-1-Auto bist du sowieso vorsichtiger, da schaust du lieber zwei Mal nach, ob alles in Ordnung ist.

Kannst du mehr über das Fahrgefühl sagen?

Es fühlt sich schneller an als der Vorjahreswagen, selbst wenn der direkte Vergleich natürlich fehlt. Ich fand, der Wagen lässt sich konstant und flüssig fahren, das ist immer ein gutes Zeichen, auch dass das erste Bauchgefühl damit stimmt. Wo uns das in Sachen Ergebnisse hinbringt, ist natürlich eine andere Frage.

Ihr habt das Vorderaufhängungskonzept umgestellt: Wie unterschiedlich fühlt sich das an?

Das könnte ich im Detail nur sagen, wenn ich vom einen Auto ins andere springe. Aber die Unterschiede zwischen den beiden Ferrari gehen ja weit über die Aufhängungen hinaus. Ich schätze, unser Technikchef James könnte hier besser Auskunft geben, was die Kinematik der Aufhängungen angeht. Für mich ist es vielleicht eher wieder jenes Gefühl, das ich aus früheren Rennwagen kannte. Aber ich würde nie so weit gehen und sagen – mit der einen Aufhängungsart kann man nicht so gut angreifen wie mit der anderen. Generell: Das Auto fühlt sich gut an, die Vorderachse fühlt sich gut an, der Wagen liegt auch auf Randsteinen gut, was nicht selbstverständlich ist.

Du hast von der Konkurrenz gesprochen. Was geht dir durch den Kopf, wenn du siehst wie viele Runden Mercedes heute gedreht hat?

Sie scheinen einen guten Tag gehabt zu haben! Aber wir haben jede Menge Grund für Optimismus. Ich wäre heute gerne ein wenig mehr gefahren, aber das ist schon okay. Alles fühlt sich besser an, das war ein guter Tag.

Barcelona-Testzeiten, 1. Tag

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF16-H, 1:24,939 (69 Runden)
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:25,409 (155)
3. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:26,044 (86)
4. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW38-Mercedes, 1:26,091 (80)
5. Alfonso Celis (MEX), Force India VJM09-Mercedes, 1:26,298 (57)
6. Jenson Button (GB), McLaren MP4-31-Honda, 1:26,860 (83)
7. Carlos Sainz (E), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:27,180 (55)
8. Marcus Ericsson (S), Sauber C34-Ferrari, 1:27,555 (88)
9. Pascal Wehrlein (D), Manor MRT05-Mercedes, 1:28,292 (54)
10. Romain Grosjean (F), Haas VF-16-Ferrari, 1:28,399 (31)
11. Jolyon Palmer (GB), Renault RS16, 1:29,356 (36)

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
29. Februar: Präsentation Toro Rosso (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Präsentation Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

1. Barcelona-Test: So wird gefahren
Mercedes
Dienstag 23. Nico Rosberg
Mittwoch 24. Lewis Hamilton
Donnerstag 25. Nico Rosberg
Ferrari
Dienstag Sebastian Vettel
Mittwoch und Donnerstag Kimi Räikkönen
Williams
Dienstag Valtteri Bottas
Mittwoch und Donnerstag Felipe Massa
Red Bull Racing
Dienstag Daniel Ricciardo
Mittwoch und Donnerstag Daniil Kvyat
Force India
Dienstag Sergio Pérez
Mittwoch Nico Hülkenberg
Donnerstag Alfonso Celis
Toro Rosso
Dienstag und Donnerstag: Max Verstappen
Mittwoch: Carlos Sainz
Sauber (mit 2015er Auto in neuer Lackierung)
Dienstag Marcus Ericsson
Mittwoch und Donnerstag Felipe Nasr
McLaren-Honda
Dienstag und Donnerstag Fernando Alonso
Mittwoch Jenson Button
Manor Racing
Dienstag Pascal Wehrlein
Mittwoch und Donnerstag Rio Haryanto
Renault
Dienstag Jolyon Palmer
Mittwoch und Donnerstag Kevin Magnussen
Haas F1
Dienstag und Donnerstag Esteban Gutiérrez
Mittwoch Romain Grosjean

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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