Daniel Ricciardo und Max Verstappen: Monaco-Heimspiel

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Max Verstappen: «Das Überholen ist in Monaco sehr schwierig. Im vergangenen Jahr habe ich es versucht und wir Beide landeten in der Mauer»

Max Verstappen: «Das Überholen ist in Monaco sehr schwierig. Im vergangenen Jahr habe ich es versucht und wir Beide landeten in der Mauer»

Formel-1-Talent Max Verstappen und sein Red Bull Racing-Teamkollege Daniel Ricciardo bestreiten den sechsten WM-Lauf des Jahres vor der eigenen Haustüre. Beide freuen sich schon auf die Herausforderung von Monte Carlo.

Spanien-GP-Sieger Max Verstappen verbindet nicht die besten Erinnerungen mit dem glamourösesten aller WM-Läufe in Monte Carlo. Denn im vergangenen Jahr beendete der Teenager seinen ersten GP in der Streckenbegrenzung, weil er Romain Grosjean – damals noch im Lotus – auf der Jagd nach den letzten Punkten ins Heck krachte.

Dafür gab es nicht nur viel Kritik von den Experten, die Regelhüter brummten Verstappen eine Strafversetzung um fünf Startplätze für den folgenden Lauf in Kanada sowie zwei Strafpunkte für sein Superlizenz-Konto auf. Der Niederländer erinnert sich: «Das Überholen ist in Monaco sehr schwierig. Im vergangenen Jahr habe ich es versucht und wir Beide landeten in der Mauer.»

Verstappen weiss: «Das Wichtigste ist ein gutes Qualifying und ein guter Start, danach geht es vor allem darum, das Auto auf der Strecke zu halten! Ich habe Strassenkurse wie Monaco schon immer genossen, denn man muss wirklich ans Limit und kommt den Wänden sehr nahe. Es fühlt sich super an, wenn du auf solchen Kursen das Beste aus deinem Renner herauskitzeln kannst.»

Und der 18-jährige Wahl-Monegasse freut sich: «Monaco ist auch immer ein spezielles Rennen, weil ich nur wenige Gehminuten von der Strecke entfernt wohne. Es ist ein super Gefühl, wenn man sich während eines Rennwochenendes zuhause fühlen kann.»

Mit Blick auf die Streckenführung schwärmt Verstappen: «Der Fahrer muss sich ganz auf die Herausforderung konzentrieren. Mein Lieblingsstreckenabschnitt ist die Schwimmbad-Passage, denn dort ist man sehr schnell. Es ist immer nett, mit Vollgas durch die erste Schikane eines Strassenkurses zu schiessen. Auch der Ritt über die Randsteine in den Kurven 15 und 16 fühlt sich grossartig an.»

Auch Teamkollege Daniel Ricciardo bestreitet in Monaco sein Heimrennen. Der Australier freut sich: «Monaco ist ein cooles Rennen, man ist etwas entspannter, wenn man zuhause bleiben kann. Man schaut TV bevor man ins Bett geht, wacht auf und hat sein eigenes Frühstück…»Und er erinnert sich: «Ich weiss noch, wie ich 2014 nach dem dritten Platz mit meinem Pokal nach Hause gekommen bin und mir dachte: Du hast vor einer Stunde einen GP bestritten und nun sitzt du in deinem eigenen Haus. Das ist schräg. Dann ass ich Unmengen an Pizza.»

Und Ricciardo schwärmt: «Ich glaube ja, dass Strassenkurse wie Monaco das Beste von einem Rennfahrer fordern. Die Fans, TV-Kommentatoren und die ehemaligen Fahrer sehen genau, wer es drauf hat und ans Limit gehen kann. Das mag ich so an Strassenrennen. Der Zuschauer sieht genau, wer den schmalen Grat zwischen Risiko und Erfolg am besten meistert.»

Und der dreifache GP-Sieger fügt an: «Ausserdem bedeutet Monaco auch immer sehr viel Spass für die GP-Besucher. Ich wollte zum Beispiel schon immer einmal die Energy Station an einem Samstagabend unsicher machen. Sie ist direkt am Wasser, Open-Air mit Pool und sehr guten Cocktails. Da wäre ich, wenn ich es mir aussuchen könnte.» Und er verspricht: «Eines Tages komme ich als Zuschauer an dieses Rennen und hole alles nach, was ich jetzt nicht machen kann.»

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