Cyril Abiteboul: Red Bull mit Max Verstappen – genial

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Der Franzose Cyril Abiteboul, Geschäftsleiter von Renault Sport, ist davon überzeugt: Red Bull macht vor, wie das heutzutage mit einer modernen Nachwuchsförderung geht. Trotz aller Kritiker.

Das Nachwuchsförderprogramm von Red Bull hat den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel hervorgebracht und die GP-Sieger Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Das Programm unter der Leitung von Dr. Helmut Marko ist jedoch auch kritisiert worden: Denn wer nicht mit Leistung überzeugen kann, der muss seinen Helm nehmen, und das sind im Laufe der Jahre einige Fahrer gewesen. Dr. Marko war zunächst auch kritisiert worden, dass er den Russen Daniil Kvyat von Red Bull Racing zurück zu Toro Rosso verschob und den erst 18 Jahre jungen Max Verstappen ins Hauptteam holte. Der Spanien-GP hat die Kritiker dann schlagartig zum Verstummen gebracht: Der junge Verstappen gewann beim Debüt mit RBR gleich seinen ersten Grand Prix!

Der Franzose Cyril Abiteboul, Geschäftsleiter von Renault Sport, ist voll des Lobes für das Vorgehen von Red Bull. Bei den Kollegen von Autosport sagt der 38-Jährige: «Der Erfolg von Max Verstappen hat keinen bei uns verblüfft. Denn wir waren schon im vergangenen Jahr überaus beeindruckt, als Max im Toro Rosso-Renault sass.»

«Ich finde es fabelhaft, wie extrem Red Bull vorgeht. Sie gehen mit vollem Risiko auf ihr Ziel los, und sie tun, was immer sie dafür benötigen, ungeachtet dessen, was die Leute denken. Ich finde, Red Bull hat der Formel 1 eine richtige Lektion erteilt.»

Natürlich ist der Wechsel des Niederländers Verstappen von Toro Rosso zu Red Bull Racing auch für Abiteboul ein Glücksgriff. Denn obschon auf dem RBR-Motor von 2016 TAG-Heuer draufsteht und das Team entsprechend in die WM eingeschrieben ist, handelt es sich natürlich um nichts anderes als einen Renault-Motor. Und so wird das in der Öffentlichkeit auch so verstanden, wenn der junge Verstappen ausrückt.

Vor dem Monaco-GP scherzt RBR-Teamchef, dass die Erfolgsquote von Max Verstappen eigentlich ab jetzt nur noch schlechter werden könne. Dann sagt der Engländer, wieder ernst: «Max sammelt ständig Erfahrung, also wird er immer stärker. Spanien war das erste Wochenende im ungewohnten Auto. Je mehr er damit fährt, desto mehr Vertrauen wird er ins Fahrzeug entwickeln. Ich glaube, wir haben die stärkste Fahrerpaarung der Formel 1.»

Darüber wird in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert: Wer ist das stärkste Duo im GP-Sport?

Ricciardo und Verstappen bei Red Bull Racing?

Vettel und Räikkönen bei Ferrari?

Hamilton und Rosberg bei Mercedes?

Alonso und Button bei McLaren-Honda?

Christian Horner weiter: «Wir haben nun einen erheblich stärkeren ersten WM-Teil gehabt als wir das erwartet hatten. Wir hatten einige vierte Ränge mit Daniel Ricciardo, Platz 3 in Russland und nun den Sieg in Spanien. Das hätten wir uns vor der Saison nicht träumen lassen.»

Der Traum kann durchaus weitergehen. Daniel Ricciardo rückt in Monte Carlo mit dem verbesserten Renault-Motor aus und bleibt bei seiner Ansicht: «Monaco ist für uns von der Papierform her die grösset Möglichkeit, einen weiteren Sieg zu erringen.»

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