Sauber, Force India: Sorgen wegen Motorregeln 2017

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Monisha Kaltenborn: «Ich glaube aber nicht, dass es an uns ist, dieses Thema zu vertiefen»

Monisha Kaltenborn: «Ich glaube aber nicht, dass es an uns ist, dieses Thema zu vertiefen»

Die Formel-1-Motorenregeln für 2017, auf die sich die Hersteller zusammen mit dem Automobilweltverband FIA geeinigt haben, bereiten Sauber und Force India Sorgen. Deshalb haben sie ein Schreiben an die FIA verfasst.

Erst vergangenen Monat verabschiedete der Motorsport-Weltrat des Automobilweltverbands FIA einen Vorschlag bezüglich der Motorenregeln 2017. Denn um die Einführung eines günstigen Billig-Turbos zu verhindern, mussten die Hersteller Zugeständnisse an die FIA und Formel-1-Chefpromoter Bernie Ecclestone machen.

Sie versprachen, die Kosten für die Antriebseinheiten zu senken, die Verfügbarkeit für alle Teams zu gewährleisten, die Leistung anzugleichen sowie den Sound zu verbessern. Konkret haben sich die Hersteller mit den Vertretern des Automobilweltverband darauf geeinigt. die Kosten im nächsten Jahr um eine Million Euro zu senken.

Zwischen 2018 und 2020 soll der Preis schrittweise um weitere drei Millionen Euro fallen. Zur Erinnerung: Je nach Motorlieferant und Vertrag bezahlen die GP-Teams heute zwischen 17 und 23 Millionen Euro Leasing-Gebühr im Jahr für die Hybrid-Antriebseinheiten. Auch kann die FIA künftig jenen Hersteller mit den wenigsten Kunden zwingen, ein Team auszurüsten, wenn dieses ohne Ausrüster dasteht.

Die Privatteams sind damit jedoch nicht zufrieden. Sie finden: Die Massnahmen gehen nicht weit genug. Deshalb haben Sauber und Force India reagiert und ihre Sorgen in einem Brief an die FIA und der Formel-1-Rechteinhaberin FOM zum Ausdruck gebracht, wie Sauber-Teamchefin und -Mitbesitzerin Monisha Kaltenborn in Monte Carlo bestätigte.

«Ja, Force India und Sauber haben einen Brief an die FIA und den kommerziellen Rechteinhaber geschickt, in dem wir unsere Sorgen hinsichtlich der Motor-Regeländerungen zum Ausdruck gebracht haben», erklärte die 45-jährige Österreicherin mit indischen Wurzeln. Weiter ins Detail wollte die Juristin aber nicht gehen: «Ich glaube aber nicht, dass es an uns ist, dieses Thema zu vertiefen. Das ist vielmehr die Aufgabe jener, die den Brief erhalten haben.»

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