Lewis Hamilton: Lösung für Kerb-Gefahr, Honda-Trick

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton wundert sich über die Randsteine

Lewis Hamilton wundert sich über die Randsteine

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton weiss, wie man die Problematik angeblich gefährlicher Randsteine leicht lösen kann. Und wie er aus dem Motordilemma kommt.

Die Randsteine sind der grosse Aufreger hier in Österreich. Und natürlich das wechselhafte Wetter. Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat in der Medienkonferenz unmittelbar nach dem Abschlusstraining und seiner Fahrt zur Pole festgehalten – es müsse nun etwas geschehen. Andernfalls sich noch jemand weh tue.

Mit etwas Abstand schlägt Hamilton vor: «Ich bin ein Fan der Kurse von altem Schrot und Korn. Daher sage ich: Lasst uns halt neben dem Asphalt nicht solche Rumpelstreifen oder Randsteine machen, sondern einfach Gras. So wie früher. Wenn du von der Ideallinie kommst, dann kann Gras dem Wagen nichts anhaben. Aber als Fahrer weisst du ganz genau, dass die Zeit verlieren würdest, wenn du in die Botanik fährst, also würdest du es nicht machen.»

«Das Seltsame hier ist: Die Randsteine hier fühlen sich im Auto eigentlich nicht anders an als, sagen wir in Barcelona. Aber es scheint, dass sie gewisse Vibrationen erzeugen, die einigen Aufhängungen nicht gut tun. Ich verstehe, dass die FIA eingreifen wollte, um zu verhindern, dass wir Piloten ständig neben der Bahn herumfahren. Aber ich würde Gras für zielführender halten.»

Der englische Champion hat am Donnerstag ausführlich darüber gesprochen, dass ein, möglicherweise zwei Motorwechsel auf ihn zukommen, womit er zwei Mal ganz ans Ende des Feldes rücken müsste. Nun aber will Lewis einen Trick anwenden, den wir im vergangenen Jahr schon von Honda gesehen haben: An einem bestimmten Wochenende nicht nur einmal zu wechseln, sondern gleich zwei Mal. Die Denke dahinter: Er kann nur mit dem letzten Startplatz bestraft werden, ungeachtet dessen ob er – auf dem Papier – die doppelte Strafe erhielte. Auf diese Weise hätte er nicht nur ein frisches Aggregat mehr, sondern eben gleich zwei.

Lewis: «Ich habe mit dem Team noch nicht darüber gesprochen, aber ich überlege daran herum. Und ich weiss auch schon, wo ich das machen will.»

Monza? Spa-Francorchamps? Kurse, wo man gut überholen kann? Lewis grinst: «Nein, ich hatte einen anderen Kurs im Kopf.»

Auf die Frage, ob Lewis Hamilton erleichtert sei, dass Pech im Team mal Nico Rosberg treffe und nicht ihn, meint der dreifache Champion: «So denke ich nicht. Ich sehe einfach eine Gelegenheit. Ich will den Grand Prix gewinnen. Was anderen Piloten passiert, habe ich nicht auf der Rechnung.»

«Ich weiss einfach, dass Nico hier immer besonders stark ist, und ich auf dieser Strecke aus welchen Gründen auch immer nie gut in Schwung gekommen bin. Das will ich am Sonntag korrigieren.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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