Sebastian Vettel (Ferrari): Ungarn und seine Tücken

Von Mathias Brunner
Formel 1
Vor einem Jahr konnte Sebastian Vettel in Ungarn gewinnen

Vor einem Jahr konnte Sebastian Vettel in Ungarn gewinnen

​Ferrari-Star Sebastian Vettel kehrt mit schönen Erinnerungen zum Hungaroring zurück: 2015 konnte er in Ungarn den zweiten seiner drei Saisonsiege für Ferrari erkämpfen. «Wir wollen erneut den Sieg holen.»

Wird in Ungarn endlich alles anders für Ferrari? Die Tifosi verzehren sich nach dem ersten Saisonsieg, Ferrari ist seit September 2015 ohne Grand-Prix-Erfolg. «Ich habe besonders süsse Erinnerungen an den Hungaroring», sagt der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. «Wir konnten dort im vergangenen Jahr gewinnen. Da freut man sich natürlich, auf so eine Bahn zurück zu kommen. Klar besteht das Ziel darin, erneut den Sieg zu erobern.»

«Der Ungarn-GP ist für mich etwas Besonderes, nicht nur wegen einer sehr schönen Stadt, sondern auch weil immer sehr viele deutschsprachige Fans zum Hungaroring kommen. Die Einheimischen lieben die Formel 1, und der ganze GP-Tross fühlt sich in Budapest überaus willkommen. Die Tribünen sind besonders am Sonntag stets gut gefüllt, das sehen auch wir Piloten gerne.»

«Was die Strecke angeht – der Kurs ist verhältnismässig kurz. Es wird oft das Monaco unter den permanenten Rennstrecken genannt, und tatsächlich fühlt sich die Piste ein wenig an wie ein Stadtkurs, jedoch ohne Häuser. Wir haben nur eine sehr lange Gerade, wo du kurz durchatmen kannst, sonst eine einzige Abfolge von Kurven, du musst sehr konzentriert bleiben.»

Sebastian Vettel sagt über die Tücken des Hungarorings: «Schon nach der sehr langen Anfahrt zur ersten Kurve muss man die Linie in der engen ersten Kurve punktgenau hinbekommen. Kurve 2 ist sehr knifflig, weil die Piste bergab führt und nach aussen hängt. Es ist sehr leicht, hier die Kontrolle über den Wagen zu verlieren, du brauchst tüchtig Haftung an der Vorderachse.»

«Es geht blind in die vierte Kurve hinein, die Piste führt wieder bergauf, hier musst du viel Schwung mitnehmen und den Scheitelpunkt ganz präzise treffen. In der langen Kurve 5 im hinteren Pistenbereich musst du darauf achten, dass dir das Heck nicht wegwischt. Das geht auch auf die Hinterreifen. Nach der Schikane kommt eine meiner Lieblingsstellen – du hast keine Zeit zum Ausruhen, es folgen schöne, fliessende Kurven. Hier brauchst du ein Auto, das gut auf Richtungswechsel reagiert.»

«Die Piste führt dann wieder runter zu Kurve 12, auf der kleinen Geraden hast du Zeit, um am Lenkrad einige Änderungen vorzunehmen, falls notwendig. Die letzten beiden Kurven sind beide langgezogen, du brauchst Geduld mit den Gaspedal, du musst sachte Gas geben, es ist einfach, die Hinterräder zum Durchdrehen zu bringen. Die Kurve zurück zu Start und Ziel ist eine der längsten in der Formel 1, im Auto kommt sie die endlos vor. Hier ist es wieder ganz wichtig, neben dem richtigen Mass an Gas auch viel Schwung auf die lange Gerade mitzunehmen.»

«Üblicherweise ist es ordentlich heiss, und die Piste war früher recht buckelig. Ich höre, sie ist für 2016 frisch asphaltiert worden. Wie sich das nun anfühlt, darüber werden wir am nächsten Freitag mehr wissen. Früher war der Ungarn-GP ein körperlich recht kräfteraubendes Rennen, und selbst mit einem neuen Belag wird sich daran nicht viel ändern.»

Als Ferrari-Land würden wir den Hungaroring trotz des Sieges von Sebastian Vettel 2015 jedoch nicht bezeichnen: Vor Vettel gab es für die Italiener in Ungarn eine Durststrecke von zehn sieglosen Rennen auf dem Hungaroring nach dem Triumph von Michael Schumacher 2004.

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