Mercedes: Zukunft nach Hamilton und Rosberg unsicher

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Nico Rosberg hat einen Zweijahresvertrag unterzeichnet, damit endet sein Abkommen gleichzeitig mit jenem von Lewis Hamilton Ende 2018. Was passiert dann bei Weltmeister Mercedes-Benz?

Für zwei weitere Jahre werden wir das Duell Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg serviert bekommen: Mercedes-Benz hat ein neues Zweijahresabkommen mit dem Deutschen am Freitag bestätigt, Hamilton selber hatte im vergangenen Jahr für drei Jahre verlängert.

Für Mercedes-Teamchef Toto Wolff sind die beiden die ideale Fahrerpaarung, selbst wenn sie sich bisweilen wie Nitro und Glycerin verhalten. «Wir haben zwei der besten Fahrer», sagt der Wiener Wolff, «was danach kommt, wissen wir selber nicht. Klar kann man sagen, es sei gefährlich, wenn der Vertrag der beiden Piloten zur gleichen Zeit auslaufe. Auf der anderen Seite eröffnet das einige interessante Möglichkeiten.»

Wolff betont, es stimme nicht, dass Rosberg eigentlich einen Dreijahresvertrag wollte. «Nico wollte kein Abkommen, das länger dauert. Wir haben einige vielversprechende junge Piloten in Entwicklung, aber noch kann niemand sagen, ob sie in zwei Jahren auf dem Niveau von Nico fahren. Diese zwei Jahre schienen uns ideal, um die jungen Fahrer zu beobachten.»

Zur Erinnerung: Nico Rosberg und Lewis Hamilton werden 2018 beide 33 Jahre alt sein. Der Engländer hat bereits angeklungen, dass er keinen Grund sieht, das Team zu verlassen und noch fünf Jahre lang für Mercedes fahren möchte. Unklar ist, was mit Rosberg über 2018 hinaus passiert. Aus Gründen der Kontinuität wäre es wenig ratsam, beide Fahrer auszuwechseln.

Die Mercedes-Junioren sind der Sigmaringer Pascal Wehrlein und der Franzose Esteban Ocon. Wehrlein wird 2018 23 Jahre alt sein, Ocon erst 21. Wehrlein wird derzeit bei Manor ausgebildet und wohl auch 2017 dort fahren.

Ocon ist ein Sonderfall, weil Mercedes den Verstappen-Bezwinger in der Formel-3-EM von 2014 und GP3-Champion von 2015 an Renault ausgeliehen hat. Ocon ist ein heisser Kandidat auf einen Rennplatz im Renault-Werksrennstall 2017. Das wäre im Interesse von Renault (ein Franzose im französischen Auto) und im Interesse von Mercedes-Benz (vertiefte Ausbildung des Juniors).

Warum hat man mit der öffentlichen Bestätigung nicht bis zu Rosbergs Heimrennen in Hockenheim gewartet, das schon nächste Woche ansteht? «Wir wollten das einfach so schnell wie möglich verkünden und nicht zu lange warten, denn wir haben den Vertrag gestern unterschrieben», erklärte Toto Wolff am Freitag meiner Kollegin Vanessa Georgoulas.

Wolff weiss: «Ich denke nicht, dass diese Unterschrift die Brisanz aus dem Teamduell nimmt, sie trägt vielleicht sogar zur Brisanz bei, weil sich die beiden auch künftig gegenseitig anstacheln. Für uns als Team ist das positiv, denn die beiden verbessern die Performance des Autos ständig. Man hat natürlich andererseits auch Tage wie in Barcelona oder Österreich, und damit muss man umgehen.»

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