António Félix da Costa: «Lynn ins Schwitzen gebracht»

Von Vanessa Georgoulas
Formelsport
Vorjahressieger Antiónio Félix da Costa musste sich im 60. Macau Grand Prix der Formel 3 mit dem zweiten Platz begnügen. Der Red Bull-Junior wählte die falsche Strategie.

Es war eine weitere Glanzvorstellung, die António Félix da Costa beim diesjährigen Macau-GP zeigte. Allerdings reichte es diesmal nicht für ganz nach vorne. Der Vorjahressieger musste sich nach 15 Rennrunden durch den Leitplankendschungel der ehemaligen portugiesischen Kolonie mit dem zweiten Platz hinter Alex Lynn begnügen und tröstete sich: «Ich habe das ganze Wochenende schon betont, dass mein Ziel als Vorjahressieger nur ein weiterer Sieg sein könne, und wenn das nicht klappen sollte, wollte ich wenigstens den Spitzenreiter ins Schwitzen bringen. Wenigstens hatte der kein leichtes Spiel.»

Der 22-jährige Portugiese schloss seine Kurzbilanz positiv ab: «Ich denke, Platz 2 ist gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass ich im Gegensatz zu meinen Gegnern das ganze Jahr über keinen Formel-3-Renner bewegt habe. Ich war der stärkste Carlin-Pilot und auch der Beste, der mit einem VW-Motor unterwegs war. Die Bilanz fällt also ziemlich gut aus.»

Trotzdem ärgerte sich der Red Bull-Junior: «Das war ein schönes Abschlussrennen der Saison: Ich stürmte vom vierten Startplatz auf Position 2. Dort versuchte ich dann, Lynn in einen Fehler zu zwingen. Aber ich denke, die hatten auch die bessere Strategie als wir gewählt, denn sie starteten mit vier frischen Reifen ins Rennen, während ich nur zwei neue Reifen aufziehen liess. Am Ende kam ich ihm sehr nahe, und ich denke, ich war auch etwas schneller, aber er machte keinen Fehler und das ist ihm hoch anzurechnen.»

Carlos Sainz jr. kämpft sich durch

Auch Red Bull-Junior Carlos Sainz Jr. zeigte nach dem Pech im Qualifying eine überzeugende Leistung und sicherte sich den siebten Platz. Der 19-jährige Spanier erklärte hinterher: «Weil das Auto im Qualifying ausrollte, konnte ich auf meinem zweiten Reifensatz keine schnelle Runde mehr drehen. Das hat uns weit zurückgeworfen. Schade, denn das Auto war gut genug, um ganz vorne zu landen, selbst die erste Startreihe lag in Griffweite. Aber ich musste von Platz 14 ins Qualifikationsrennen, das eigentlich ganz gut lief.»

Der Sohn der gleichnamigen Rallye-Legende bedauerte: «Leider fehlte heute im Rennen das Glück. Es gab keine grösseren Ausfälle, von denen wir hätten profitieren können, um weiter nach vorne zu kommen. Ich konnte ein paar Positionen gewinnen, bevor ich mir den Frontflügel beschädigte und einen schleichenden Plattfuss erlitt. Dadurch konnte ich nicht mehr das gleiche Tempo wie im Qualifikationsrennen fahren.»

Tom Blomqvist: Pech im Qualifikationsrennen

Tom Blomqvist, der dritte Red Bull-Junior im Feld, kam direkt hinter Sainz jr. auf Platz 8 ins Ziel, und erklärte:«Es war wirklich super, wieder das Tempo der Konkurrenz halten zu können, und das war auch das wichtigste. Der 19-jährige Brite gestand aber auch: «Es war schon etwas frustrierend, als ich die Pole fürs Qualifikationsrennen verpasst habe, denn ich lag bis kurz vor Ende des Stechens vorn und ich wusste, dass noch fünf, sechs oder gar sieben Zehntel aus dem Auto heraus zu kitzeln waren. Ich wusste auch, wo ich diese Zeit aufholen konnte, aber leider habe ich am Schluss keine freie Runde mehr drehen können. Deshalb schaute am Ende nur Platz 6 raus. Dabei wäre die erste Reihe, wenn nicht gar die Pole-Position in Griffweite gewesen. Aber so ist Macau eben – eine Lotterie.»

Doch damit nicht genug. Blomqvist berichtet: «Beim Start zum Qualirennen würgte ich den Motor ab und einer meiner Hintermänner auch. Doch dann ist er aus welchem Grund auch immer doch losgefahren und mir direkt ins Heck gekracht. Deshalb musste ich das Rennen von hinten in Angriff nehmen. Das Rennen selbst war gut, ich hatte ja genug Tempo, um mich nach vorne zu arbeiten. Die Jungs haben mir das ganze Wochenende über ein super Auto hingestellt und es ist sehr schade, dass wir unsere Stärke nicht in Resultate umwandeln konnten.»

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