Talent allein reicht nicht aus: Albert Arenas erklärt seinen WM-Abschied
Ex-Moto3-Weltmeister Albert Arenas verabschiedete sich trotz guter Ergebnisse in der Moto2-WM in Richtung Supersport-WM: Warum seine GP-Karriere zu Ende ging.
Lando Norris ist Formel-1-Weltmeister 2025, mit Rang 3 in Abu Dhabi hat er sich erstmals den Titel gesichert, als elfter Fahrer aus Grossbritannien. Aber wer ist dieser Lando Norris eigentlich?
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Mit Albert Arenas hat ein ehemaliger Weltmeister das Grand-Prix-Paddock verlassen und stellt sich 2026 einer neuen Herausforderung. Der Spanier startet mit einer Yamaha R9 in der Supersport-WM und peilt den Sprung in die Superbike-WM an. Doch warum ging die Moto2-WM-Karriere überhaupt zu Ende? In seiner finalen Saison fuhr Arenas aufs Podium und war häufig in der Spitzengruppe zu finden.
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Ein Blick zurück: In der Saison 2020 gewann Arenas die Moto3-WM. In der von Corona geprägten Saison setzte sich Arenas mit seiner KTM knapp gegen die Honda-Piloten Tony Arbolino und Ai Ogura durch. Arenas stand damals kurz vor seinem 24. Geburtstag und ging als ältester Moto3-Weltmeister aller Zeiten in die Geschichte ein.
Den Aufstieg in die Moto2-WM machte er zusammen mit dem Aspar-Team. Seine Rookiesaison in der mittleren Kategorie verlief durchwachsen: WM-21. mit lediglich einem einstelligen Resultat (achter Platz in Deutschland). Seine zweite Moto2-Saison verlief besser und ebnete den Weg ins Ajo-Team.
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Die Saison 2023 war ein wichtiges Jahr für Arenas, um sich als Moto2-Siegfahrer zu etablieren. Doch das Jahr sollte in einer Enttäuschung enden: magere 85 Punkte und WM-14., obwohl er für das wohl beste Team der Meisterschaft fuhr. Das Ajo-Abenteuer war nach nur einem Jahr vorbei. Er kam bei Gresini unter, wo er sich aus sportlicher Sicht rehabilitierte. In seiner fünften und finalen Moto2-Saison fuhr er mit Gresini aufs Podium und beendete das Jahr als WM-Achter.
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Warum also der Wechsel in die Supersport-WM? «Es war auch meine Entscheidung, das Fahrerlager zu wechseln», erklärte er den Kollegen von GPOne. «Ich erhielt keine guten Möglichkeiten, um mich an der Spitze zu behaupten. Natürlich war ich traurig, nicht in der Moto2 bleiben zu können. Andererseits hatte ich ein gutes Angebot für ein tolles Projekt mit einem guten Vertrag.» «Mir werden Strecken wie Barcelona, Mugello, Lusail und Silverstone fehlen. Andererseits bin ich gespannt, was mich erwartet», schaut Arenas auf den Neustart im Fahrerlager der seriennahen Meisterschaft.
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Rückblickend verlief das Kapitel Moto2-WM nicht wie erhofft. Warum stockte die Karriere nach dem Moto3-WM-Titelgewinn? «Schwer zu erklären. Alle Fahrer sind talentiert. Im Rennsport geht es nicht nur darum, stark zu sein. Es geht darum, das Talent zu entwickeln. Vielleicht habe ich Fehler gemacht oder falsche Entscheidungen getroffen», grübelte er. Die verpasste Chance bei Ajo sieht Arenas als einen der entscheidenden Punkte seiner Karriere: «Die Saison 2023 war ein Schlüsseljahr. Das hätte der Durchbruch sein müssen, doch ich brachte nicht alles zusammen, was die mentale Seite und das Team betrifft», bedauerte er rückblickend.
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