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Kreuzmayr/Balz wollen in Vries auf die Zähne beißen
Florian Kreuzmayr und Beifahrerin Nicole Balz hatten im Vorfeld des EM-Finales am Sonntag in Vries (NL) einiges auszuhalten. Der Wörnsmühler fährt mit gebrochenem Sprungbein, auch die Technik spielte zuletzt Streiche.
Grasbahn-Seitenwagen-EM
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Florian Kreuzmayr (36) und seine neue Beifahrerin Nicole Balz (24) aus Unna hatten sich für diese Saison viel vorgenommen. Ganz so gut lief es dann nicht, denn die Defekthexe stellte sich ihnen einige Male in den Weg und verhinderte bessere Ergebnisse.
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In Altrip kam es aber dann ganz dicke. Das gemischte Doppel wurde gerammt und Florian Kreuzmayr brach sich dabei das Sprunggelenk des linken Beines. "Jo mei, es war ein Rennunfall", erinnert sich der "Kamikaze" genannte Fahrer vom Trust MC Racing Team Germany, "keiner wollte was Böses, aber als der Lauf zu Ende war, sagten meine Leute, na steig schon ab. Aber ich konnte nicht, denn es tat so weh. Nicky hatte schon während der Fahrt gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmt." Am anderen Tag waren die Schmerzen so extrem, dass Kreuzmayr ins Krankenhaus nach Dachau fuhr, vor er dann auch gleich operiert wurde. Die Ärzte legten sich fest: "Vor 12 Wochen geht gar nichts." Trotzdem werden die beiden beim Seitenwagen-Finale zur Europameisterschaft an den Start fahren. Kreuzmayr: "Ich humpele zwar noch, aber eine Spezialistin hat mir eine Karbonschiene verpasst. So habe ich rechts Schuhgröße 43 und links jetzt 46, ich habe es schon probiert. Es ist schmerzhaft, aber zum Aushalten."
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Einfach wird es für Florian Kreuzmayr nicht, das Gespann auf Spur zu halten, denn er musste bisher die malträtierte linke Schulter immer mit seinem linken Fuß entlasten. "Das ist natürlich alles Scheiße, aber die Nicky wird mir da schon im Beiwagen helfen."
Das war aber nicht die einzige Schwierigkeit, die das Team im Vorfeld von Vries hatte. Riesenprobleme mit der Kupplung traten in der Vorbereitung auf. Kreuzmayr: "Da hatte ich die Schnauze voll und habe eine neue vom Markus Brandhofer geholt, aber dann passte die Welle von Jawa nicht und das Gewicht auch nicht. So eine Hektik war das. Wir können froh sein, wenn es am Sonntag einigermaßen voran geht."
Edgar Starke aus Witten gab den beiden in den vergangenen Tagen noch gute Ratschläge zur Übersetzung für die Piste in Holland mit auf den Weg. "Wir wollen in Vries auf die Zähne beißen, ich glaube, der Venus macht das auch, denn das ist ein harter Hund."
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