IDM SuperNaked: Idee kann sich nicht durchsetzen

Von Esther Babel
IDM
Die IDM wieder ohne SuperNaked

Die IDM wieder ohne SuperNaked

Das erste war wohl auch schon das letzte Jahr der seriennahen Klasse. Bis heute gab es keine einzige Einschreibung. IDM Superstock 600 wieder unter sich.

«Stell dir vor, es ist IDM SuperNaked und keiner geht hin». So kommentierte ein SPEEDWEEK.com-Leser den Umstand, dass die Klasse in der IDM 2016 zwar wie schon im Vorjahr ausgeschrieben wird, sich aber kein einziger Fahrer eingeschrieben hat. Kjel Karthin wollte seinen Gesamtsieg aus dem Vorjahr gerne wiederholen, um sich nebenher mit der für den Herbst anvisierten neuen Suzuki GSX R 1000 auf die IDM Superstock 1000 2017 vorzubereiten. Doch als der Duisburger feststellen musste, dass er alleine unterwegs sein würde, schwenkte er wenige Wochen vor dem Saisonstart noch rasch in Richtung IDM Supersport 600 um und muss inzwischen aus familiären Gründen dieses Jahr ganz auf die IDM verzichten.

Im Vorjahr hatte IDM-Promoter MotorEvents die Klasse SuperNaked ins Leben gerufen, um das schwächelnde IDM Supersport-Feld aufzufüllen. Denn die beiden Klassen gingen 2015 gemeinsam an den Start und sollten das auch in diesem Jahr tun. Die IDM Superstock 600 erfreut sich wieder größerem Zulauf. Aber bis Mitte April zeigt die Einschreibliste der IDM SuperNaked noch genau Null Nennungen.

«Dass so gar keiner kommt, wundert uns schon», erklärt der IDM-Promoter. «Im Vorjahr wurde die Idee sehr spät kommuniziert, was die wenigen Teilnehmer 2015 erklärt.» Auch in diesem Jahr wurde die vollständige Liste der möglichen Motorräder erst vor wenigen Wochen veröffentlicht. Auf eigenes Risiko des Promoters, denn der DMSB konnte sich bis dahin nicht zu einem Haken unter die Liste durchringen.

«Michael Galinski wird 2016 fehlen», weiss der Promoter, «er muss sich um sein Superbike-Team kümmern. Auch mit Ralf Waldmann wird es kein Wiedersehen geben, der hat als Eurosport-Kommentator beim GP genug zu tun.» Die IDM-Macher hatten sich einiges einfallen lassen, um die SuperNaked-Klasse attraktiver zu machen. Das Nenngeld wurde massiv gesenkt und ein Start ab 18 mit der günstigeren B-Lizenz ist möglich. Geholfen hat dies alles nichts.

Für Karthins Entscheidung zeigt der Promoter Verständnis. «Klar will er nicht alleine dem Feld hinterher hetzen», so die MotorEvents-Geschäftsführer. «In der Superstock 600 ist dafür einiges mehr los und wir kommen bestimmt über 15 Teilnehmer. Aber das mit der SuperNaked ist schade. Da versucht man was Neues und es wird nicht angenommen.»

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