Lucy Glöckner (Kawasaki): Fremde Verkleidung verkeilt

Von Esther Babel
IDM Superbike
Bei den Rennen in der Motorsportarena Oschersleben ist die IDM-Superbike-Pilotin mit ihrer Kawasaki vom Team Schnock Motorex noch nicht da, wo sie hin will. Boxenstopp nach Start-Rempelei.

Nachdem Kawasaki-Pilot Mathieu Gines verletzt daheim bleiben musste, lag es beim IDM Saisonauftakt in Oschersleben an Lucy Glöckner vom Team Schnock Motorex, die Kawasaki-Fahnen hochzuhalten. Kein leichter Job, wie sich herausstellen sollte. Am Wochenende zuvor saß Glöckner noch auf einer BMW, da aber im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Der IDM-Job begann für die 27-Jährige holprig mit einem Highsider. In den Trainings wurden daraufhin noch etliche Änderungen am Fahrwerk der ZX-10 R vorgenommen. Härter abgestimmt war sie sofort einige Zehntelsekunden schneller unterwegs. Das Pech sollte im ersten Rennen am Sonntag zuschlagen.

Doch vorher war Glöckner neben Yamaha-Mann Danny de Boer und IDM-Meister Markus Reiterberger (BMW) noch bei IDM-Kommentator Eddie Mielke zu Gast in dessen IDM-Paddock-Show, zu sehen über den Live-Stream. Dort staunte Glöckner nicht schlecht, als sie per Onboard-Kamera mit de Boer eine Runde um die Strecke heizte. «Das ist echt interessant», kommentierte sie, «man sieht die Unterschiede zwischen der Yamaha und der Kawasaki. Bei der Gangwahl sind wir unterschiedlich unterwegs, stelle ich fest. Die erste Kurve fahre ich im Dritten, er im Zweiten. Das schaffe ich nicht, da keilt sie mir im Ausgang zu sehr aus und ich muss smoother fahren.»

«Ich weiß, du kannst schneller», merkte Mielke an. «Ich auch», der Konter von Glöckner. «Ich bin nach der WM angekommen und habe mich nicht richtig wohlgefühlt, wir haben viel probiert.» An der Umstellung vom einen auf das andere Motorrad lag es nicht. Glöckner gehört wie de Boer und das Team Wilbers zu den Teams, die im Vorjahr mit Reifenhersteller Dunlop unterwegs waren und durch die Einheitsreifen-Regel der IDM nun auf Konkurrent Pirelli umgestiegen sind. Einfach so klappt das nicht.

«Das ist eben die Umstellung von Dunlop auf Pirelli», meint Glöckner im weiteren Interview. «Im letzten Jahr habe ich mich gleich wohlgefühlt, dieses Jahr läuft es noch nicht ganz so rund.» Holprig verlief auch das erste Rennen am Sonntag.

«Ich bin im Startgerangel leider Lucy Glöckner hinten aufgefahren, weil sich unsere Linien gekreuzt haben», erklärt SBK-Pilot Daniel Kartheininger. «Ich war ganz links und Lucy musste ihre Linie innen nach einem leichten Rempler wohl etwas aufmachen. Zum Bremsen oder Ausweichen war es zu spät, ich stürzte und mein Motorrad schlug heftig in die Leitplanken ein.» Nicht nur das. Beim Aufprall verabschiedete sich auch noch ein Verkleidungsteil, das sich bei Glöckner zwischen Rad und Schwinge verkeilte. Sie musste die Box ansteuern, kehrte aber nach der Entfernung des Fremdkörpers ins Rennen zurück.

«Ich hatte nun zwar eine Runde Rückstand, aber jeder Kilometer, den ich auf dem Motorrad sitze, bringt mich weiter», meinte Glöckner. Im zweiten Rennen des Tages wurde sie Achte.

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