Neukirchner verletzt – längere IDM-Pause

Von Esther Babel
IDM Superbike
Max Neukirchner verletzt

Max Neukirchner verletzt

In Frankreich sollte der IDM Superbike-Pilot weitere Dunlop-Reifen testen. Er stürzte und verletzte sich am Oberschenkel. Florian Alt setzt Arbeit fort.

Das Team Yamaha MGM reiste in der vergangenen Woche nach Südfrankreich, um auf der Teststrecke in Mireval weitere Runden mit den neuen Dunlop-Reifen zu drehen. Bei der Entwicklung der entsprechenden Pneus konnten deutliche Fortschritte gemacht werden. Dennoch nahm der Test für das Team rund um Michael Galinski einen unglücklichen Ausgang.



Max Neukirchner stürzte auf der südfranzösischen Strecke. Er wurde vor Ort sofort ärztlich versorgt und nach einer ersten Begutachtung noch am Sonntag mit Hilfe des Teamsponsors KKT Kratochwil GmbH in einem ambulanten Privatjet nach Deutschland ausgeflogen, wo er zu Beginn dieser Woche im Klinikum Mittleres Erzgebirge Zschopau von Dr. Haselhof, der ihn bereits von früheren Verletzungen kennt, erfolgreich am Oberschenkel operiert wurde.



Florian Alt setzte die Testfahrten fort und konnte die zusätzliche Zeit auf seiner Yamaha YZF-R1M bestens ausnutzen. Auf dem 3,3 Kilometer langen Kurs testete er neue Reifen, von denen drei auch am nächsten IDM-Rennwochenende zum Einsatz kommen werden. An diesem Wochenende wird der Moto2-WM-Umsteiger auf dem Lausitzring weiter testen.

Das gesamte Team Yamaha MGM wünscht Max eine baldige Genesung und hofft auf weitere Einsätze später in dieser Saison. In der Zwischenzeit wird ruhig und gezielt überlegt, wer die zweite Yamaha YZF-R1M neben Florian Alt für die kommenden Rennen der IDM übernehmen wird.

Am ersten Juni-Wochenende findet das dritte Rennwochenende im Rahmen der DTM auf dem Lausitzring statt.

«Wir sehr erschüttert darüber, was Max passiert ist», erklärt Alt. «Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund wird. Ich bin nach Frankreich gereist und habe dort die Reifen getestet, die immer besser werden. Wir haben zwei Reifen gefunden, die noch besser sind als die, die wir zuvor hatten. Wir sind damit konstanter und schneller. Was das betrifft können wir jetzt mit einem positiven Gefühl in die Lausitz reisen. Auch in Sachen Elektronik haben wir noch eine Kleinigkeit gefunden, die sich im Zusammenspiel mit den Reifen besser auswirkt. Wir denken, dass wir damit noch etwas schneller sein können. Meine Gedanken sind aber dennoch bei Max. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung.» 


«Es ist schwierig, dazu viel zu sagen», meint Teamchef Michael Galinski. «Positiv war, dass wir zwei, drei Sachen aussortieren konnten. An diesem Wochenende testen wir auf dem Lausitzring weiter und blicken, was die Reifen angeht, zuversichtlich auf das nächste Rennwochenende. Es tut uns allen furchtbar leid, was Max passiert ist. Wir wünschen ihm viel Kraft und hoffen, dass er schon bald wieder zu uns stoßen kann.»

Schon im Vorjahr hatte Neukirchner ein Oberschenkelhalsbruch, den er sich am Nürburgring zugezogen hatte, die Chance auf den Titel versaut. Derzeit liegt er mit zwei Punkten Rückstand auf Mathieu Gines auf Platz 2 der Tabelle.

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