Steinhausen/Kölsch: Keine Action bis Saisonende

Von Helmut Ohner
Die Fans müssen sich bis zum Comeback gedulden

Die Fans müssen sich bis zum Comeback gedulden

Die ersten Gedanken ans Karriereende nach dem fürchterlichen Unfall in Rijeka sind mittlerweile verdrängt, Jörg Steinhausen und Axel Kölsch denken schon wieder an ihr Comeback.

Unmittelbar nach dem fürchterlichen Abflug im ersten Zeittraining des Seitenwagen-WM-Laufs in Rijeka sprach Jörg Steinhausen vom Ende seiner Karriere. Der Schock über die Verletzung seines Beifahrers Axel Kölsch saß dem Deutsch tief in den Knochen. Auch der Blick auf den völlig zerstörten Seitenwagen bestätigte ihn in seiner ersten Reaktion. Inzwischen sind einige Tage ins Land gezogen und die Stimmung hat sich beim Nümbrechter merklich gebessert.

Die Hauptsorge von Steinhausen gilt aber immer noch seinem Beifahrer: «Die Verletzung von Axel ist leider doch ärger als in Rijeka gemutmaßt wurde. Er musste am Dienstag an der verletzten Ferse operiert werden. Er hat jetzt Schrauben und Platten im Fuß. Ich hoffe, dass es zu keinen Komplikationen kommt und er relativ schnell wieder seinem Beruf als Zimmerer nachgehen kann.»

«Ich nehme mir jetzt die Zeit, meine Rückenbeschwerden in Ruhe auszukurieren. Erst wenn wir uns beide wieder fit genug fühlen, werden wir über ein Comeback nachdenken. Ich würde auf alle Fälle gerne wieder Rennen bestreiten. Das ist ein Teil meines Lebens, der unheimlichen Spaß macht. Der Zuspruch, den ich in den letzten Tagen von der Familie, meinen Rennfahrerkollegen, Sponsoren und Fans bekommen habe, gibt mir die moralische Unterstützung, die ich jetzt brauche», erzählt der zweifache Vize-Weltmeister.

Auch wenn die Genesung bei Steinhausen und Kölsch nach Plan verläuft, ist mit einer Rückkehr auf die Rennstrecke nicht vor Ende der Saison zu rechnen. «Vom Seitenwagen ist fast nichts mehr zu gebrauchen, da ist alles durch. Wir müssen also von Grund auf ein neues Gespann aufbauen. Was sonst Monate dauert, müssen wir, wenn die Finanzierung geklärt ist, in wenigen Wochen erledigen», gibt Steinhausen zu bedenken. «Vielleicht schaffen wir das Ganze bis Ende September.»

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