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Pit Beirer (KTM): «Maverick Vinales hat uns den Hintern gerettet»
KTM-Motorsportchef Pit Beirer spricht über die angespannte Situation zu Beginn der MotoGP-Saison 2025 und erklärt, warum Maverick Vinales großen Anteil an Pedro Acostas späterer Form hatte.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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Vor einem Jahr steckte KTMs MotoGP-Projekt in einer schwierigen Phase. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wurde die Weiterentwicklung der MotoGP-Maschine vorübergehend gestoppt. Während Ducati, Aprilia, Honda und Yamaha konsequent an Fortschritten arbeiteten, waren die Verantwortlichen in Mattighofen gezwungen, kreativ zu werden und mit dem vorhandenen Material das Maximum herauszuholen.
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Für Starfahrer Pedro Acosta stellte diese Situation eine große Herausforderung dar: Der junge Spanier verlor zeitweise den Fokus. KTM-Markenkollege Maverick Vinales spielte zu Saisonbeginn eine wichtige Rolle, um Acosta wieder in die Spur zu bringen. Große Dankbarkeit: Pit Beirer lobt Maverick Vinales' Herangehensweise KTM-Motorsportchef Pit Beirer sprach jüngst bei einem Event in der Motohall über die Rolle von Vinales: «Maverick hat uns den Hintern gerettet. In den Köpfen der Fahrer machte sich der Gedanke breit, dass das Motorrad nicht gut ist und wir kein neues Material haben. Maverick hingegen sagte die ganze Zeit, dass das Motorrad gut genug ist, um aufs Podium zu fahren.»
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Vinales arbeitete an sich selbst, anstatt den Fehler beim Motorrad zu suchen. «Er hat für sich selbst gesagt, dass er das Motorrad noch nicht gut genug versteht. Er kam damals von der Aprilia und war überzeugt, dass unser Motorrad besser ist und wir damit aufs Podium fahren können», erinnerte sich Beirer.
Ein ernstes Gespräch mit Pedro Acosta zeigte Wirkung Im Frühjahr zeigte Vinales’ Formkurve steil nach oben. «In Mugello wurde er dann auf einmal Vierter im Sprintrennen, nur fünf Zehntelsekunden hinter Pecco Bagnaia auf der roten Ducati, der bereits zwei Mal Weltmeister war. Klar, Marc Marquez ist noch einmal ein anderes Thema. Aber wir waren in Schlagdistanz und kratzten am Podium – und das mit dem alten Material. Damals wussten wir, dass wir die ganzen neuen Sachen in der Pipeline haben. Das war ein Moment, an dem wir auch mit Pedro den Durchbruch geschafft haben», blickte der KTM-Motorsportchef zurück.
Vinales’ Ergebnisse waren für Acosta eine Art Aha-Moment. Beirer erinnert sich: «Ich saß mit ihm im LKW und meinte zu ihm: 'Hey Kollege, du bist verdammt gut. Du bist die Zukunft in diesem Sport. Das wissen wir alle. Du bist einer, der das Niveau von Marc Marquez erreichen kann. Aber wenn du so gut bist, wie du glaubst, dann musst du zuerst einmal die beste KTM sein. Maverick Vinales fährt permanent vor dir und du meinst, dass du mit dem Motorrad nicht fahren kannst. Wenn Vinales Vierter oder Fünfter wird, dann musst du auch Vierter oder Fünfter werden, vielleicht sogar Dritter. Und dann können wir über das Bike reden. Aber jetzt müssen wir zuerst einmal sicherstellen, dass du die beste KTM bist. Dann schauen wir, wie groß der Abstand zur Ducati und zu Marc Marquez wirklich ist.’»
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«Das war ein Moment, der nicht besonders gemütlich war. Er war ein bisschen eingeschnappt. Doch am nächsten Tag fuhr er in die Top-5. Das war der Punkt, an dem wir die Saison umgedreht haben», ist Beirer überzeugt. Die Ansprache fruchtete. Acosta machte nach der Sommerpause einen spürbaren Schritt und kämpfte im finalen Saisondrittel regelmäßig um Podestplätze. «Man sah, dass jetzt der Rennfahrer durchkam. Er wollte es allen zeigen, ab diesem Moment war Pedro da. Das Schlimme war, dass sich Maverick später verletzt hat», bedauert Beirer. «Doch der Dank geht an Maverick, der die Basis geschaffen hat für die erfolgreichen Podestplätze, die wir am Jahresende hatten.»
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