Janusch Prokop: Schmerzhafte IDM Zolder-Bekanntschaft

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Der IDM Supersport 600 Pilot konnte den Pokal für Platz 3 quasi schon in der Ferne funkeln sehen. Dann stürzte er auf den letzten Metern. Auch das Warm up lief holprig. Ehrenrettung nach Platz 5 in Lauf 2.

Janusch Prokop vom Team Weber Motos Racing war die Sommerpause der IDM gerade recht gekommen. Bei einem Arbeitsunfall etwa zwei Wochen nach dem Saisonauftakt hatte er sich eine massive Verletzung am rechten Finger zugezogen, verursacht durch ein Stück Metall. Danach war für Prokop erst einmal drei Wochen Sendepause angesagt.

«Leider konnte ich schon vor dem Nürburgring-Wochenende nicht Hundert Prozent trainieren», erklärt er, nachdem er in der Eifel zwei Mal in den Top Ten gelandet war. «Aber das konnte ich in der langen IDM-Pause jetzt alles nachholen. Ich fühle mich wesentlich fitter als noch beim Auftakt vor zwei Monaten.» Das Basis Set-up der ZX6R passt Prokop inzwischen perfekt. Aber beim Thema Hinterrad-Bremse hat er sich noch weiterentwickelt. «Durch die Veränderung verzögert sie beim Anbremsen mehr», erklärt er. «Das passt mir besser und überhaupt war ich hier in Zolder an dem Wochenende echt befreit unterwegs.»

«Bis auf die letzte Runde lief alles perfekt», lautete das Renn-Fazit von Prokop, der mit seiner Kawasaki im Kampf um einen Podestplatz im belgischen Kies gelandet war. «Ich war da bei dem Sprunghügel zu weit rechts und hatte dann beim Anbremsen die falsche Linie. Die Kerbs habe ich dabei nur ganz leicht berührt und schon ist mir das Vorderrad eingeklappt. Danach habe ich erst mal geschrien vor Schmerz. Ich bin über die Auto-Hubbel geflogen und mir hat alles wehgetan. Wegen des Verlusts des möglichen dritten Platz‘ war ich natürlich schon enttäuscht.»

Erneuten Bodenkontakt gab es für Prokop im Warm up am Sonntag und er kam ordentlich eingestaubt in die Box zurück. Bis zum Rennen hatte er sich äußerlich und innerlich wieder sortiert und fuhr einen sicheren fünften Platz ein. «Natürlich war das Gefühl nicht mehr ganz so optimal», gab er zu. «Ich musste mich erst einmal wieder reinfühlen. Leider konnte ich gegen Rennende auf der Bremse nicht mehr ganz so gut verzögern. Aber das war okay, denn ich war mir bewusst, dass der Gastfahrer vor mir keine Meisterschaftspunkte erhält.»

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