12h Sebring: IMSA bremst drei DPi-Modelle leicht ein

Von Martina Müller
IMSA
Der Cadillac DPi (li.) wird zehn Kilogramm schwerer. Der BMW M8 GTE darf 20 kg ausladen

Der Cadillac DPi (li.) wird zehn Kilogramm schwerer. Der BMW M8 GTE darf 20 kg ausladen

Beim zweiten Saisonlauf der amerikanischen IMSA-Serie müssen Acura, Cadillac und Nissan Einbußen hinnehmen. BMW M8 GTE bekommt für Sebring als einziger Wagen der GTLM-Kategorie Zugeständnisse bei Ladedruck und Gewicht.

Im Sportwagen-Bereich des Motorsports gehört die sogenannte BoP (Balance of Performance) inzwischen zum Tagesgeschäft. Sie ermöglicht die Angleichung einzelner Rennwagen auf ein ähnliches Performance-Niveau. Als Folge gehen inzwischen eine Vielzahl von Herstellern in die einzelnen Klassen, da ihre Wettbewerbsfähigkeit fast schon garantiert ist. Für das anstehende 12-Stunden-Rennen in Sebring (17. März) hat der Serienbetreiber IMSA nun neue Einstufungen herausgegeben. Und hier haben die DPi-Modelle von Acura, Cadillac und Nissan leichte Einbußen auferlegt bekommen.

Der beim Saisonauftakt in Daytona dominierende Cadillac DPi wird um 10 Kilogramm schwerer und kommt somit auf ein Gesamtgewicht von 950 kg. Seine schon vor Daytona verkleinerten Air-Restrictoren von 31,6 Millimetern behält der einzige Saugmotor-DPi zudem bei.

Der 3.5L-Turbomotor des Acura DPi (940 kg) wird für Sebring dagegen etwas weniger Power erhalten. In allen Drehzahlbändern wurde der Ladedruck leicht reduziert. Ein ähnliches Schicksal teilt auch der Nissan DPi (940 kg). Dessen 3.8L-Turbo wird jedoch erst ab 6000 U/min. mit weniger Ladedruck auskommen müssen. Beim Mazda DPi (915 kg) bleibt bei Gewicht und Ladedruck alles beim Alten. Lediglich bei der Montage des Heckflügel gelten leicht modifizierte Parameter.

Gegen die DPi-Modelle fahren in der Prototypen-Klasse der IMSA-Serie bekanntlich die LMP2. Diese Prototypen werden gemäß Vereinbarung zwischen IMSA und FIA/ACO im BoP-Prozess jedoch nicht angefasst und treten somit mit der Standard-Homologation an. Ziel der BoP in der Prototypen-Klasse ist, die DPi auf das Niveau des besten LMP2 (Oreca 07) anzupassen.

Auch in der GTLM-Klasse gab es eine weitere Änderung. Schon zu den im Februar abgehaltenen Testfahrten in Sebring durfte der BMW M8 GTE den Ladedruck des 4L-V8 im Vergleich zu Daytona etwas erhöhen. Hin zum Rennen gab es diesbezüglich ab 5000 U/min. nun noch weitere Zugeständnisse. Außerdem dürfen die Ingenieure jetzt auch 20 Kilogramm aus dem bayrischen Auto heraus schrauben. Mit 1220 kg hat der M8 GTE nun mit Abstand das geringste Gesamtgewicht der Klasse. Hier kommt die Corvette C7.R auf 1240 kg, der Porsche 911 RSR auf 1250 kg und Ford GT bzw. Ferrari 488 GTE auf 1265 kg.

In der GTD-Klasse gab es lediglich beim Lexus (ein Millimeter größerer Restrictor) und beim Mercedes-AMG (ein Millimeter größerer Restrictor und 20 kg mehr Gewicht) Änderungen.

Dazu kommt ab Sebring eine Neuerung, die alle Klassen betrifft. Die Nachtankzeiten für eine komplette Füllung werden ab dann pro Klasse zeitlich genau festgelegt. Bei den Prototypen müssen dafür mindestens 30 Sekunden veranschlagt werden, bei den GTLM 34 Sekunden und in der GTD-Kasse 40 Sekunden. Damit sollen Manipulationen an der Fließgeschwindigkeit des Sprits verhindert werden.

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