IMSA SportsCar Encore: Da geht der Sound richtig ab

Von Oliver Müller
IMSA

Das letzte Rennen der amerikanischen IMSA-Serie im Kalenderjahr 2018 enttäuscht mit einem Feld von nur 20 Fahrzeugen. In der LMP3 kommt jedoch der Adess 03 zurück. GT3-Renner wurden gemäß Vereinbarung ausgeschlossen.

Mit dem SportsCar Encore (9. bis 11. November) will die amerikanische IMSA eine neue motorsportliche Epoche starten – so ähnlich, wie sie es mit dem inzwischen zum Klassiker gewordenen 'Petit Le Mans' vor genau 20 Jahren getan hat. Das Encore findet jedoch nicht auf der Stecke von Road Atlanta statt, sondern auf dem Sebring Raceway in Florida. Also genau dort, wo 1953 die erste Sportwagen-Weltmeisterschaft und 2012 auch die neu gegründete FIA WEC ihr Debüt absolvierten.

Mit einem Feld von 20 Fahrzeugen ist das erste SportsCar Encore jedoch quantitativ sehr dünn besetzt. Doch das, was ein Zuschauer in Sebring an Reizüberflutung in den Augen einspart, das wird er über die Ohren doppelt zurückbekommen. Denn leise wird es Mitte November in Zentralflorida nicht werden. Das liegt zu großen Teilen an der GT4-Klasse. Hier werden zwei brachiale Ford Mustang GT4 antreten. Der bei Multimatic in Kanada entstandene Renner ist mit einem dicken 5.2L-V8-Sauger von Roush Yates ausgestattet und bietet somit Motorsport-Akustik feinster Güte. Eingesetzt werden die beiden Donner-Bolzen von KohR Motorsports. Zwei Audi R8 LMS und ein Porsche Cayman vervollständigen die GT4-Kategorie.

Nicht weniger laut ist der 5L-V8-Motor von Nissan, der die zwölf LMP3 beim SportsCar Encore befeuert. Bei den 24 Stunden von Le Mans gelten die LMP3-Boliden mittlerweile als die absoluten Sound-Könige – und das, obwohl sie beim großen Klassiker gar nicht starten, sondern lediglich im Rahmenprogramm zu bestaunen sind. In Sebring teilen sich elf Ligier JS P3 und ein Adess 03 das Klassenfeld untereinander auf. Gerade der Auftritt des Adess (Atlantic Racing Team) gilt als Überraschung. Dieses LMP3-Modell hatte 2018 nur sehr wenige internationale Einsätze.

In der Ligier-Riege befinden sich klangvolle Team-Namen wie Extreme Speed Motorsport, Performance Tech Motorsports oder JDC Motorsports, die allesamt auch in der LMP2/DPi-Klasse der großen IMSA-Serie unterwegs sind. Piloten wie Bruno Junqueira oder Katherine Legge sitzen in den LMP3-Cockpits. Drei TCR-Autos (zwei Audi RS3 LMS und ein VW Golf) komplettieren das Feld des SportsCar Encore 2018.

Mit Abwesenheit glänzt in Sebring dagegen die GT3-Klasse. Die IMSA hatte das SportsCar Encore zunächst auch für diese Kategorie ausgeschrieben. Und tatsächlich wollten einige GT3-Hersteller teilnehmen – beispielsweise um ihre neuen 2019er Modelle einem Testlauf zu unterziehen. Doch gerade für die Neuwagen gibt es aktuell noch keine adäquate BoP (Balance of Performance). Um sich also nicht die Finger zu verbrennen, entschied die IMSA (nach langen Gesprächen mit den Herstellern), die GT3-Fahrzeuge beim SportsCar Encore außen vor zu lassen. Hier gibt es die vorläufige Entrylist des über vier Stunden andauernden Rennens.

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