Petit Le Mans 2019: Bauarbeiten sind in vollem Gange

Von Oliver Müller
IMSA

Auf der Rennstrecke von Road Atlanta gibt es gerade große Umbaumaßnamen. So wurde der 48 Jahre alte Tower der Rennleitung abgerissen. Es entsteht ein neues Gebäude, welches mehr Platz und auch mehr Komfort bietet.

Die Rennstrecke von Road Atlanta zählt zu den großen Traditionsstätten im amerikanischen Motorsport. Dort wird beispielsweise seit 1998 das sogenannte 'Petit Le Mans' ausgetragen, welches seinerzeit eine neue Epoche im Sportwagen-Sport auslöste. Damals kaufte der in diesem Jahr verstorbene Don Panoz die Anlage im Nordosten von Atlanta und führte diverse Renovierungsarbeiten durch. Doch auch diese vor gut 20 Jahren vollzogenen Updates reichen heutzutage nicht mehr aus, um den Rennplatz in einem modernen Licht erscheinen zu lassen. Viele Bauten stammen noch von 1969/70, als die Strecke errichtet wurde.

Kult-Charakter hatte beispielsweise der große Tower der Rennleitung, der auch das Pressezentrum beherbergte. Bei Großveranstaltungen (wie dem Petit Le Mans) herrschte dort notorischer Platzmangel. Als Journalist fühlte man sich im Media Center teilweise so, als ob man sich im Sitzen mit den Knien die Ohren zuhalten konnte. Aber auch andere Bereiche des Gebäudes waren in die Jahre gekommen, sodass in diesem Sommer entschieden wurde, einen Nachfolgekomplex zu errichten.

Mittlerweile haben diverse Abrissbirnen den alten Bau dem Erboden gleichgemacht. Der Blick von den legendären Turns 11/12 geht aktuell aber nicht ins Leere, sondern in eine Baustelle. Denn für 2019 wird ein hochmodernes neues Haus errichtet. Dieses besteht aus einer Hospitality-Suite für 300 Personen im Erdgeschoss, einem neuen Pressezentrum mit Kommentatoren-Plätzen im ersten Stock und weiteren Suiten in den Etagen darüber. Auf dem Dach wird es zudem eine Terrasse mit einer Cateringküche für Spezialevents geben. Und natürlich sitzt auch die 'Race Control' wieder in dem Neubau.

Tatsächlich haben die Maßnahmen auch das Interesse aus der lokal ansässigen Industrie geweckt. So wird das Gebäude ab 2019 den Namen 'Michelin Tower' tragen. Der französische Reifengigant hat sich darüber hinaus ab dem kommenden Jahr auch gleich noch die Namensrechte an der kompletten Rennstrecke gesichert, die dann 'Michelin Raceway Road Atlanta' heißen wird. Es ist übrigens das erste Mal in der Michelin-Geschichte, dass ein solcher Schritt vollzogen wurde. Michelin hat gut 150 Kilometer nordöstlich seinen nordamerikanischen Hauptsitz in Greenville (Bundesstaat South Carolina).

Wenn am 12. Oktober die 2019er Ausgabe des großen Petit Le Mans ansteht, wird sich das Erscheinungsbild der Strecke von Road Atlanta also grundlegend geändert haben. Die Umbauten betreffen jedoch nicht das Layout des 4,088 Kilometer langen Kurses. Der bleibt so wie er ist – und das ist auch gut so.

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