DragonSpeed kommt 2020 in Vollzeit in die IMSA-Serie

Von Oliver Müller
IMSA
Der Oreca 07 von DragonSpeed war schon 2019 bei den 24h von Daytona unterwegs

Der Oreca 07 von DragonSpeed war schon 2019 bei den 24h von Daytona unterwegs

Die Maßnahmen zur Stärkung der LMP2-Klasse der amerikanischen IMSA-Serie zeigen Wirkung. Jetzt steigt auch das aus der Sportwagen-WM (FIA WEC) bekannte Team DragonSpeed in die IMSA ein. Gefahren wird mit einem Oreca.

In der amerikanischen IMSA-Serie sah es in der Saison 2019 ziemlich düster um die LMP2-Kategorie aus. Lediglich zwei Oreca 07 nahmen in Vollzeit in der Klasse teil. Dies war natürlich auch den Serienverantwortlichen ein Dorn im Auge, was zu diversen Maßnahmen im Hinblick auf die Saison 2020 geführt hat. Beispielsweise besteht die LMP2-Saison nur noch aus sechs Rennen. Dazu dürfen die LMP2 weiterhin bei den 24 Stunden von Daytona mitfahren, erhalten dafür aber keine Meisterschaftspunkte. Und außerdem ist ein Bronze-Pilot im Cockpit nun Pflicht.

Von all dem angesprochen, hat nun DragonSpeed den Vollzeit-Einsatz in der IMSA verkündet. Die Mannschaft um Elton Julian wird einen Oreca 07 einsetzen. «Die Änderungen der IMSA in Bezug auf die Regeln und den Zeitplan haben die Serie für Gentleman-Fahrer auf ein Niveau wie die ELMS gehoben. Darauf reagieren wir mit Enthusiasmus», freut sich Teamchef Julian.

Der Oreca 07 wird von dem in Amerika lebenden schwedischen Gentleman-Fahrer Henrik Hedman und dem schnellen Ben Hanley pilotiert. «Eigentlich hatten wir schon entschieden, nur die vier Langstrecken-Klassiker der IMSA zu fahren. Aber da in der LMP2 nun ein Bronze-Pilot Pflicht ist, konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, wieder auf einigen meiner Lieblingsstrecken wir Road America und Laguna Seca zu fahren», blickt auch Hedman strahlend dem Einsatz entgegen.

Bei den 24 Stunden von Daytona wird sich DragonSpeed sogar um zwei Oreca 07 kümmern. Denn im Auftrag von Era Motorsport wird ein weiteres Fahrzeug beim Klassiker in Ostflorida eingesetzt. Era Motorsport um Kyle Tilley ist sonst hauptsächlich im historischen Motorsport unterwegs. Stationiert werden die beiden Oreca in Indianapolis. Von dort aus hat DragonSpeed auch sein IndyCar-Team aufgebaut.

DragonSpeed besitzt zudem einen Standort in Aix-en-Provence/Frankreich. Das Team war in der Vorsaison mit einem BR1 auch in der LMP1-Klasse der FIA WEC unterwegs und hatte auch ein LMP2-Programm, welches sich sowohl über die WM als auch über die ELMS (European Le Mans Series) erstreckte. IMSA-Einzelauftritte bei den 24 Stunden von Daytona gab es von DragonSpeed aber bereits in den Jahren 2017 und 2019.

Insgesamt werden in der IMSA-Saison 2020 wohl 4-6 LMP2 erwartet. Neben DragonSpeed plant auch Performance Tech Motorsports mit einem Oreca 07. PR1 Mathiasen Motorsports könnte sogar auf zwei Oreca aufstocken. Dazu kommt noch Rick Ware Racing, das einen Riley Mk.30 aufbieten möchte. Dieses aus dem NASCAR-Sport bekannte Team hat zudem auch ein LMP2-Programm in der Asian Le Mans Series aufgelegt.

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