IMSA fährt zum Sportwagen-Klassiker nach Watkins Glen

Von Oliver Müller
IMSA
Während die FIA WEC erst Ende Juli mit dem 6-Stunden-Rennen am Nürburgring weitergeht, wird die amerikanische IMSA-Serie schon am kommenden Wochenende in Watkins Glen wieder antreten.

Im Sportwagen-Bereich des internationalen Motorsports jagt gerade ein Klassiker den nächsten. Gerade sind die legendären 24 Stunden von Le Mans vorbei, gibt die amerikanische IMSA-Serie am kommenden Wochenende (1. bis 3. Juli) in Watkins Glen Gas.
Die Strecke im US-Bundesstaat New York gehört zu den legendärsten in ganz Nordamerika. Erste Rennen fanden dort schon 1948 statt – jedoch noch auf öffentlichen Strassen. 1956 wurde mit dem 'Watkins Glen International' dann eine permanente Rennstrecke eröffnet. 'The Glen' (wie der Kurs als Spitznahme auch genannt wird) beheimatete von 1961 bis 1980 auch den Formel-1-Grand-Prix der USA.

Doch noch viel mehr Tradition haben in Watkins Glen die Sportwagen: Nach anfänglichen kürzeren Distanzen wurde im Jahr 1968 erstmals nach dem 6-Stunden-Format gefahren. Im Ford GT 40 siegten Jacky Ickx/Lucien Bianchi. Das Rennen war übrigens Teil der Sportwagen-WM (dem Vorgänger der aktuellen FIA WEC). Die Weltmeisterschaft blieb bis ins Jahr 1981 zu Gast. Ab 1984 übernahm dann die 'IMSA GT Championship' das Event, jedoch fuhr man erst 1996 wieder über die vollen sechs Stunden. Sieger damals: Giampiero Moretti/Max Papis im (eigentlich schon fast genauso legendären) MOMO Ferrari 333 SP.

Seit der grossen Sportwagen-Fusion im Jahr 2014 treten nun auch wieder Prototypen und GT-Fahrzeuge europäischer Bauart auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs an. Neben den 24 Stunden von Daytona, den 12 Stunden von Sebring und dem 'Petit Le Mans' in Road Atlanta sind die sechs Stunden von Watkins Glen auch Teil einer eigenen Langstrecken-Rennen-Wertung der IMSA-Serie – dem sogenannten 'North American Endurance Cup'.

Um den aktuellen Standards genüge zu Tragen, wurde der Kurs über den Winter komplett neu asphaltiert – das erste Mal seit 1998. Damit wurde das Grip-Niveau erheblich erhöht und auch die vielen (inzwischen entstanden) Bodenwellen ausgeglichen. Der neue Belag kostete zwölf Millionen Dollar und ist Teil einer grösser angelegten Renovierung der Anlage, die insgesamt 35 Millionen Dollar beanspruchen soll.

Neben den Sportwagen gibt es auf dem Kurs noch ein weiteres motorsportliches Highlight: Anfang August bestreitet die NASCAR-Serie dort eines ihrer zwei jährlichen Rundkurs-Rennen. (Das andere war am vergangen Wochenende im kalifornischen Sonoma)

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