IMSA: Rennen nur für GT-Wagen auf Virginia Raceway

Von Oliver Müller
IMSA
Da lebte sie noch: Die bekannteste Eiche des Motorsports

Da lebte sie noch: Die bekannteste Eiche des Motorsports

Vor allem durch den (inzwischen leider verstorbenen) Eichenbaum hat das Sportwagen-Rennen auf dem VIR weltweite Bekanntheit erlangt. In diesem Jahr sind 26 Fahrzeuge angekündigt.

Am Wochenende steht in der amerikanischen IMSA-Serie eines der Highlights des Jahres an. Denn es geht auf den Virginia International Raceway. Die 5,26 Kilometer lange Strecke bei Alton (nur wenige Meter zur Grenze von North Carolina entfernt) ist eine, die jeden wahren Motorsport-Romantiker zum schwärmen in Nostalgie bringt. Ganz allein schon deswegen, weil es einer der wenigen naturbelassenen Kurse ist – und asphaltierte Auslaufzonen (oder Ausdrücke wie ‚Track Limits‘) dort Fremdwörter sind.
Und dann gibt es dort natürlich noch die Sache mit dem Eichenbaum (nachdem übrigens auch das Rennen benannt ist - Oak Tree Grand Prix). Jener (in Mitten einer engen Rechtskurve) stehende Baum war Jahre lang das Wahrzeichen der Rennstrecke, bis er im Jahre 2013 leider zusammenbrach. Seinerzeit wurde vom Virginia International Raceway sogar eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet, an die man ihm Beileidsbekundungen schicken konnte.

Ohne die bekannteste Eiche des Motorsports ist der Oak Tree Grand Prix selbstverständlich nicht mehr der Selbe. Dennoch wartet das Rennen in diesem Jahr wieder mit einem ganz besonderen Alleinstellungsmerkmal auf. Denn es ist das einzige, bei dem Fahrzeuge der GTE-Kategorie (GTLM in der IMSA-Serie genannt) den Gesamtsieger stellen wird. Grund: Die IMSA verzichtet in Virginia auf den Einsatz der Prototypen – und hat das Event lediglich für GTLM und GTD (GT3 im Rest der Welt) ausgeschrieben. Dies hat dem Rennen schon bei den vorherigen Austragungen eine ganz spezielle Würze gegeben.

Insgesamt 26 Rennwagen wurden auf einer ersten vorläufigen Teilnehmerliste vermeldet. Zehn davon in der GTLM. Wobei sich hier die Frage stellt, ob der dort aufgelistete Ferrari 488 GTE von Scuderia Corsa auch tatsächlich antreten wird. Nach SPEEDWEEK.com-Informationen wird das kalifornische Team lediglich den 488 GT3 (für die GTD-Klasse) aufbieten. Trotzdem wird auch bei den GTLM zumindest ein Ferrari dabei sein. Denn die texanische Mannschaft Risi Competizione (Platz zwei in diesem Jahr bei den grossen 24 Stunden von Le Mans – und dort sogar besser unterwegs als die FIA-WEC-Ferrari von AF Corse) wird seinen 488 GTE von den Werksfahrern Giancarlo Fisichella und Toni Vilander pilotieren lassen.

Dazu kommen die beiden BMW M6 GTLM, die wie üblich vom Team RLL um Bobby Rahal eingesetzt werden. «Der Kurs sollte dem BMW M6 GTLM etwas besser liegen als dem BMW Z4 GTLM. Schnelle Kurven passen gut zu unserem Auto – und davon gibt es einige auf dem VIR. Ausserdem haben wir eine lange Gerade, auf der wir durchaus konkurrenzfähig sein sollten», blickte die US-Motorsport-Legende auf das Rennen voraus. Sein BMW-Team hatte vor kurzem noch auf dem VIR getestet. Ebenfalls mit von der Partie sind die beiden Ford GT. Dort sitzen neben Richard Westbrook/Ryan Briscoe auch die beiden Le-Mans-Klassensieger Joey Hand/Dirk Müller im Cockpit.

Komplettiert wird die Klasse von den beiden Werks-Corvette C7.R und den Porsche 911 RSR, die mit den Piloten-Duos Patrick Pilet/Nick Tandy sowie Earl Bamber/Frederic Makowiecki antreten. «Der Virginia International Raceway ist eine dieser traditionsreichen Rennstrecken in der tiefsten amerikanischen Provinz, auf die ich mich immer ganz besonders freue. Sie ist schnell und anspruchsvoll, und einige Passagen erinnern mich ein bisschen an die Nürburgring-Nordschleife.», so Patrick Pilet.

In der GTD-Klasse sind insgesamt 16 Renner angemeldet. Diese teilen sich auf sechs verschiedene Modelle auf: Lamborghini Huracán GT3 (4), Porsche 911 GT3 R (4), Audi R8 LMS (3), BMW M6 GT3 (2), Dodge Viper GT3-R (2) und Ferrari 488 GT3 (1).

Das Rennen wird am Sonntag gegen 1:35 p.m. (Ortszeit - Eastern Time) gestartet – was 19:35 Uhr unserer Zeit (MESZ) entsprechen sollte. Auf der Website der Serie wird es wie üblich einen Live-Stream geben.

Hier die vorläufige Entrylist

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Der tiefe Fall von Ferrari: Gründe für die Flaute

Mathias Brunner
​Das schmerzt jeden Ferrari-Fan in der Seele: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat als Saisonziel 2021 den dritten Schlussrang genannt. In Tat und Wahrheit müssen die Italiener froh sein, wenn sie den erreichen.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr. 22.01., 21:25, Motorvision TV
    400 Thunder Australian Drag Racing Series
  • Fr. 22.01., 22:20, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
  • Fr. 22.01., 22:20, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
  • Fr. 22.01., 23:35, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Sa. 23.01., 00:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 23.01., 04:30, Motorvision TV
    Classic
  • Sa. 23.01., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 23.01., 05:20, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 23.01., 06:55, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 23.01., 07:25, Motorvision TV
    Classic Races
» zum TV-Programm
7DE