24h Spa: Mercedes-AMG und Porsche machen die Pace

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge

Beim großen Langstrecken-Klassiker in den belgischen Ardennen dominieren zunächst die GT3-Modelle von Mercedes-AMG und Porsche das Geschehen an der Spitze des Feldes. Das ist der Zwischenstand aus Spa-Francorchamps.

Die 71. Ausgabe der legendären 24 Stunden von Spa-Francorchamps ist in vollem Gange. Elf GT3-Marken fighten um den Sieg beim Klassiker in den belgischen Ardennen. Bislang machen jedoch hauptsächlich Mercedes-AMG und Porsche das Geschehen an der Spitze unter sich aus. Nach circa 2,5 Stunden im Rennen führt der 911 GT3 R von Rowe Racing mit Frédéric Makowiecki Patrick Pilet und Nick Tandy das 72 Wagen starke Feld an. Lange hatte jedoch auch der von Pole-Position aus gestartete Mercedes-AMG GT3 von Maro Engel, Yelmer Buurman und Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Black Falcon) in Front gelegen.

Nachdem Mitteleuropa und somit auch Spa-Francorchamps in der letzten Woche von eine Hitzewelle heimgesucht wurde, kam am Samstag der Regen in die belgischen Ardennen. «Regen in Spa – das hat doch Tradition», kommentierte SRO-Boss Stéphane Ratel mit einem Grinsen noch in der Startaufstellung die Situation. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse fand der Start des 24-Stunden-Rennens unter Safety-Car statt. Es dauerte gut 13 Minuten bis SRO-Renndirektor Alain Adam die Rennaction letztendlich mit der grünen Flagge frei gab.

Pole-Setter Engel ließ jedoch nichts anbrennen und behielt locker die Führung. Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R vom Team 75 Bernhard folgte ihm dicht auf den Fersen. Sein Porsche-Werksfahrer-Kollege Frédéric Makowiecki (Rowe Racing) holte sich gleich den dritten Platz von Miguel Molina im Ferrari 488 GT3 von SMP Racing. In den nächsten Runden wurde der Spanier aber noch weiter nach hinten durch gereicht. Ordentlich Dampf machte auch Kévin Estre im Porsche 911 GT3 R von GPX Racing. Der Franzose startete von Platz elf und hatte sich schon sich nach wenigen Rennminuten bis auf die fünfte Position vorgearbeitet. Hier machte sich natürlich der Heckmotor im 911 bezahlt, der im dichten Regen mit gutem Gewicht auf der Hinterachse für richtig Traktion sorgte.

Nach nicht einmal 30 Minuten wurde dann schon die erste Full-Course-Yellow ausgerufen, um zwei am Streckenrand gestrandete Fahrzeuge (ein privater Audi und einer der Werks-Bentley) zu bergen. Als der Kurs wieder freigegeben wurde, schnappte sich Estre dann auch noch den viertplatzierten René Rast im Audi R8 LMS vom Audi Sport Team WRT. Doch damit nicht genug: Estre gab weiter Vollgas und holte sich kurz darauf auch noch Makowiecki, Vanthoor und schließlich den führenden Maro Engel. Doch als nach circa einer Stunde im Rennen die ersten planmäßigen Boxenstopps anstanden, änderte sich die Reihenfolge etwas. Grund dafür war, dass durch die abtrocknende Strecke Slick-Reifen aufgezogen wurden und ein leicht zu später Wechsel Zeit kostete.

Als Reslutat holte sich der Pole-Mercedes von Engel wieder die Führung von Estres GPX-Porsche. Rast im WRT-Audi lag auf Rang drei vor Bamber. Gerade als sich das Geschehen etwas beruhigt hatte, gab es jedoch einen Crash von Nick Foster im Ferrari 488 GT3 von HubAuto Corsa. Aufgrund dessen kam das Safety-Car erneut heraus und dampfte die Abstände der Fahrzeuge natürlich ein.

Bis 1h45 min. im Rennen blieb diese Reihenfolge an der Spitze bestehen. Dann wurde jedoch eine Full-Course-Yellow (Reparatur der Leitplanken bei Les Combes) ausgerufen, in welcher Engel direkt seinen nächsten Boxenstopp absolvierte. Damit fiel er natürlich erstmal ins Mittelfeld zurück – zumindest so lange, bis alle anderen Favoriten ebenfalls zum Service rein kamen. In diesem Zusammenhand schnappte sich Michael Christensen, der von Estre übernommen hatte, tatsächlich knapp die Position vom Mercedes.

Durch das allgemeine Durcheinander änderte sich die Reihung jedoch erheblich. So übernahm Nick Tandy, der sich den Rowe-Porsche von Frédéric Makowiecki hat geben lassen, den Lead vor Robin Frijns (dem Wagenpartner von Startfahrer René Rast) im WRT-Audi. Platz drei übernahm Maxi Buhk im Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing.

Stand nach circa 2,5 Rennstunden

1. Makowiecki/Pilet/Tandy - Porsche 911 GT3 R
2. Frijns/Müller/Rast - Audi R8 LMS
3. Buhk/Auer/Götz - Mercedes-AMG GT3
4. Lind/Caldarelli/Mapelli - Lamborghini Huracán GT3
5. Bamber/Bernhard/Vanthoor - Porsche 911 GT3 R
6. Christensen/Lietz/Estre - Porsche 911 GT3 R
7. Engel/Buurman/Stolz - Mercedes-AMG GT3

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