Kevin Koller: Comeback beim Saisonfinale

Von Helmut Ohner
IOEM
Ein erfolgreiches Gespann in der IOEM: Kevin Koller mit Papa Günter

Ein erfolgreiches Gespann in der IOEM: Kevin Koller mit Papa Günter

Fast wäre das Finale zur österreichischen Meisterschaft für Kevin Koller zu früh gekommen. Die Ärzte erteilten ihm gerade rechtzeitig die Startfreigabe.

Eigentlich wäre der letzte Lauf zur österreichischen Motorradmeisterschaft erst am 22. September über die Bühne gegangen, doch der ungarische Veranstalter sagte die Rennen auf dem Pannonia-Ring ab. Ein Ersatz war mit dem Slovakia-Ring rasch gefunden. Der auf 8. September vorverlegte Termin wäre für den Führenden in der Superstock-600-Klasse Kevin Koller aber beinahe zu früh gewesen.

Der 18-jährige Steirer verunglückte bei einem Arbeitsunfall schwer und brach sich bei einem Sturz aus 25 Meter Höhe zwei Brustwirbel. Während die zahlreichen Abschürfungen, Prellungen und Schnittwunden relativ schnell ausgeheilt waren, brauchten die Brüche ihre Zeit zur Heilung. Auf das Rennen Mitte August in Rijeka musste Koller zwar verzichten, zum Saisonabschluss reist er trotzdem mit einem komfortablen Vorsprung an.

«Kevin kann es schon nicht mehr erwarten, endlich wieder auf sein Motorrad zu steigen. Die Nachuntersuchung im Universitätsklinikum Graz hat ergeben, dass beide Wirbel wieder stabil sind und aus ärztlicher Sicht einem Einsatz auf dem Slovakia-Ring nichts im Wege steht. Momentan sind wir noch etwas verunsichert, weil wir nicht einschätzen können, wie sich Kevin nach so langer Zeit auf dem Motorrad zurechtfinden wird», so Vater Günter.

Nach seinen vier Siegen in den ersten vier Rennen genügt Koller bei einem Sieg von Josef Engerisser bereits ein fünfter Platz zum Titelgewinn. «Ich werde versuchen, von der Boxenmauer Regie zu führen und hoffe, dass sich Kevin im Eifer des Gefechts an meine Anweisungen hält. Wir wollen am Wochenende jedes unnötige Risiko vermeiden. Deshalb wird Kevin auch auf das Rennen zur Alpe Adria Meisterschaft am Samstag verzichten.»

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