Schuberth: Deutsche Helmfirma auf Expansionskurs

Von Günther Wiesinger
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Schuberth-CEO Jan-Christian Becker mit Rufino Florido und Matthias Meggle sowie Karine Seyfert

Schuberth-CEO Jan-Christian Becker mit Rufino Florido und Matthias Meggle sowie Karine Seyfert

In der zehnten Saison setzen erstmals alle 24 Fahrer des Red Bull Rookies-Cups deutsche Schuberth-Helme auf. Schuberth befindet sich auf Expansionskurs; der Motorradsport soll zur Imagewerbung beitragen.

Der deutsche Helmhersteller Schuberth rüstet in der Saison 2016 die 24 Talente aus dem Red Bull Rookies-Cup aus, die alle mit individuell angepassten und speziell designten Helmen antreten, die von Jens Munser in Salzgitter lackiert werden, der auch für Stars wie Sebastian Vettel und Stefan Bradl arbeitet.

Die Idee zu diesem Projekt entstand vor einem Jahr, als Schuberth- CEO Jan-Christian Becker auf Einladung von Red Bull zum Jerez-GP kam, hier sein erstes Motorradrennen live miterlebte und von der Szene fasziniert war.

«Danach wurde überlegt und verhandelt, wie wir Teil des Rookies-Cups werden können», erzählte Alexander Thamm von Schuberth.

Da traf es sich gut, dass Schuberth den neuen SR2-Helm (Euro 749.–) auf den Markt bringt und eine neue Ära in Angriff nimmt. Im Zuge des begonnenen Expansionskurses steigt das international erfolgreiche Unternehmen aus Magdeburg nach dem Engagement in nationalen Meisterschaften in den internationalen Motorradwettbewerb ein. Die Rolle als exklusiver Ausrüster des zehnten «Red Bull MotoGP Rookies Cup» ist für den Hersteller von Premium-Helmen der erste Schritt, um in den nächsten Jahren auch in den Klassen Moto3, Moto2 und MotoGP Fuss zu fassen. In der Moto2-WM setzt bereits Marcel Schrötter auf Schuberth.

Schuberth-Chef Jan-Christian Becker kam auch dieses Jahr zum Jerez-GP, wo das Rookies-Cup-Projekt präsentiert wurde und wo am Samstag und Sonntag die ersten beiden Rookies-Rennen 2016 stattfinden.

Rund 200.000 Motorradhelme verkauft der Magdeburger Markenartikler im Jahr und generiert damit seinen Hauptumsatz von rund 75 Millionen Euro. «2014 lag der Umsatz bei 60 Millionen», berichtet Jan Becker. Die wichtigsten Absatzmärkte sind neben Deutschland die Schweiz und Österreich sowie Italien. Schuberth setzt in vielen Ländern auf Direktvertrieb und will auch in den restlichen europäischen Ländern sowie in Nordamerika und Asien schrittweise Markanteile gewinnen.

Insgesamt produziert Schuberth rund 1 Millionen Helme im Jahr. Runde 600.000 Helme sind es jährlich im Bereich Arbeitsschutz, hinzu kommen Helme für Feuerwehr, Polizei und Militär.

In der Formel 1 rüstet Schuberth bereits seit dem Jahr 2000 namhafte Fahrer aus. Derzeit vertrauen die Piloten Nico Rosberg, Felipe Massa, Nico Hülkenberg und Sergio Perez in die Helm-Technologie aus Deutschland. Auch Michael Schumacher trug Schuberth-Helme – wie jetzt sein Sohn Mick. Schuberth ist auch in der British Superbike, in der IDM, in der European Scooter Trophy und in der Moto2-WM engagiert.

«Unsere verstärkten Aktivitäten im Motorradrennsport sind ein folgerichtiger Schritt. Nach dem Marken-Relaunch von 2015 wollen wir mit mehr Präsenz im internationalen Motorradrennsport zunehmend auch jüngere Zielgruppen begeistern», sagt Karine Seyfert, Schuberth-Marketingleiterin Motorrad und Racing.

Vom neuen Spitzensporthelm SR2 heisst es, er sei leicht, geräuscharm und liege selbst bei Höchstgeschwindigkeiten auftriebsfrei, richtungsstabil und pendelneutral im Fahrtwind. Der Helm wurde im hauseigenen Wind- und Akustikkanal aufwändigen Qualitätstests unterzogen.

Alle 24 Qualitäts-Helme für die Red Bull Rookies wurden detailgenau angepasst und im individuellen Design der jeweiligen Fahrer lackiert.

«Der Rookies-Cup bietet rasanten, leidenschaftlichen Sport, der emotionalisiert und mitreißt. Das passt zu Schuberth. Darum sind wir stolz, ein Teil des Ganzen zu sein», so Jan-Christian Becker.
«Wir starten mit dieser Nachwuchsserie und werden diesen Weg weiter verfolgen», erklärte Alexander Thamm. «Wir arbeiten uns im GP-Sport von unten nach oben. Der Traum ist natürlich, eines Tages einen MotoGP-Fahrer unter Vertrag zu haben.»

Schuberth rückt den Begriff «Made in Germany» in den Vordergrund und betont, dass alle Spitzensporthelme in Deutschland erzeugt werden.

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