Team-WM Mühldorf: Das deutsche Team steht

Von Susi Weber
Langbahn-Team-WM
Jörg Tebbe, Michael Härtel, Stephan Katt und Erik Riss werden am 28. Juni bei der Langbahn-Team-WM in Mühldorf Deutschland vertreten. Martin Smolinski ist nicht im Aufgebot.

Der Countdown läuft: In gut drei Wochen wird in Mühldorf zum neunten Mal die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft ausgetragen. Mit dabei sind mit Finnland, den Niederlanden, Tschechien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland die sechs führenden Langbahn-Nationen der Welt. Ob Titelverteidiger Deutschland seinen Heimvorteil auf der schnellen 1000-Meter-Bahn nutzen kann oder er eher zur Bürde wird, werden die 15 Rennläufe, in denen im Drei-gegen-Drei-Duell jede Nation gegen jede startet, zeigen.

Die Statistik spricht eine klare Sprache: Sieben Mal hat das DMSB-Team bislang den Titel nach Hause gefahren. Nur einmal, 2013 im britischen Swingfield, musste sich das Team Germany mit Rang 4 begnügen. Teammanager Josef Hukelmann mahnt dennoch zur Zurückhaltung und warnt vor zu hohen Erwartungen: «Der Titel ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Die anderen Nationen haben aufgeholt. Wir werden das Ganze mit Respekt angehen – Respekt vor allen anderen.»

Die Kapitänsrolle wird 2015 Jörg Tebbe übernehmen. Der 36-Jährige aus Dohren ist in diesem Jahr zum fünften Mal mit dabei – und vierfacher Team-Weltmeister. «Er hat eine große Erfahrung, bewies schon in früheren Jahren eine hohe Teamfähigkeit und hat auch in diesem Jahr schon mehrfach gezeigt, dass er nach wie vor gut drauf ist», urteilt Hukelmann über Tebbe. In Herxheim, dem ersten Grand Prix zur diesjährigen Einzel-WM, verpasste Tebbe als Sechster den Einzug ins Finale nur knapp. In Scheeßel wenige Tage danach siegte der letztjährige WM-Neunte in überragender Manier. «Bei beiden Rennen habe ich Fahrer gesichtet», sagt Hukelmann. «Jörg Tebbe hat sich die Nominierung und die Kapitänsbinde absolut verdient.»

Bei Hukelmanns Sichtung blieb einer selbstverständlich nicht unentdeckt: Michael Härtel, 17-jähriger Youngster aus Dingolfing und als Newcomer und Wildcard-Pilot beim Herxheim-GP überraschender Dritter im Feld der 15 Weltbesten. Mit Siegen beim Junior-Challenge und beim Pfingstpokal in Güstrow sorgte Härtel auch auf der kürzeren Speedwaybahn in der Zeit danach für Akzente. «Er hat in den vergangenen Wochen mehr als überzeugt, war sehr schnell unterwegs», urteilt Hukelmann. Und: «Durch seine Ruhe und Gelassenheit bin ich überzeugt, dass er auch dem Druck in Mühldorf standhalten wird und seine erste Team-WM bravourös meistert.»

Bislang eher durchwachsen verlief die Saison für Stephan Katt. Pech und technische Probleme begleiteten den 35-Jährigen aus Neuwittenbek sowohl in Herxheim als auch in Scheeßel. «Dafür meisterte er in Swingfield die Qualifikation zur Grasbahn-EM ohne Probleme und mit einem zweiten Platz die entsprechende Hürde. Und auch bei seinem Sieg beim Bergringrennen in Teterow verschaffte er sich Eindruck», meint Hukelmann. Mit acht WM-Teilnahmen ist Katt Dienstältester im deutschen Team.

19 Jahre alt, Einzel- und Team-Weltmeister 2014, seit diesem Jahr auch in Großbritannien in der Speedway-Premier-League als Profi unterwegs – so sehen die Daten für Erik Riss aus. «An ihm kommt man sicher nicht vorbei», erläutert Hukelmann. Bewusst wird Riss als taktische Nummer 4 eingesetzt: «Dies ist auch so mit ihm abgesprochen und heißt selbstverständlich nicht, dass Riss nur Reserve ist.» Der Bad Wurzacher zog sich drei Wochen vor dem WM-Auftakt in Herxheim einen Schlüsselbeinbruch zu, der inzwischen auskuriert ist. In Herxheim wurde der Sohn von Rekordweltmeister Gerd Riss – trotz dieses Handicaps und maschinellen Problemen – Siebter.

Respekt vor den Gegnern hin oder her – die Wunschvorstellung definiert Teammanager Josef Hukelmann klar und deutlich: «Natürlich wollen und werden wir alles versuchen, um in Mühldorf den achten Titel einzufahren.» 2014 sicherte sich im Übrigen Erik Riss genau dort seinen ersten WM-Titel. Vielleicht ist dies ja ein gutes Omen.

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