Rudolph mit Herzschmerz

Von Ivo Schützbach
Rudolph: Sogar das Nummernschild ging zu Bruch

Rudolph: Sogar das Nummernschild ging zu Bruch

Herbert Rudolph wurde in der WM-Quali in Bielefeld so heftig von Steinen getroffen, dass er sich neben Blutergüssen und Prellungen auch eine Verletzung an der Herzschleimhaut zuzog.

Bis zum vierten Vorlauf war [*Person Herbert Rudolph*] in der Langbahn-WM-Qualifikationsrunde in Bielefeld auf Finalkurs und damit dem besten Weg in den Grand-Prix-Challenge in Pfarrkirchen.

In seinem letzten Vorlauf wurde der Pilstinger dann von Rang 2 auf 5 durchgereicht. «Ich habe einen üblen Strahl bekommen», erinnert sich der 33-Jährige. «Keine Ahnung, was da für ein Ziegelstein dabei war. Auf einmal hatte ich das Gefühl, als müsste ich das Motorrad loslassen.»

Rudolph fuhr den Lauf dennoch zu Ende. Auf dem Weg zu seinem Renntransporter bekam er Atemnot, seine Frau Kerstin holte den Notarzt. Rudolph wurde nach Bielefeld ins Krankenhaus gebracht, wo bei einer CT eine Verletzung an der Herzschleimhaut diagnostiziert wurde. Der Pilstinger blieb nicht in Bielefeld und begab sich dafür am Montag zu Hause ins Krankenhaus zur Weiterbehandlung. «Der Arzt sagt», so Rudolph, «dass die Verletzung womöglich von alleine abklingt, wenn ich brav still halte. Nächste Woche wird noch mal das Herzecho gemessen. Auf einer Brustseite sehe ich aus wie eine Frau, so dick geschwollen ist sie.»

Und das, obwohl Rudolphs Schutzbekleidung durchaus vorbeugend für Steinschlag ist. «Mir hat es sogar das Karbonnummernschild durchschlagen», weiss der Bayer. «Ich hatte mit meinen Protektoren noch nie ein Problem. Mich muss ein brutaler Stein getroffen haben.»

Das EKG am Montag war noch nicht einwandfrei, am Freitag muss Rudolph erneut in die Klinik. «Dann sieht man auch, wie der Bluterguss zurückgeht und man kann eventuell schon abschätzen, für wie lange ich ausfallen werde. Wenn ich Glück habe, kann es auch sehr schnell gehen.»

Das Rennen in Altrip an Fronleichnam hat Rudolph bereits abgesagt.

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