Lucio Cecchinello (LCR): «Die MotoE begeistert mich»

Von Waldemar Da Rin
MotoE

Viele prominente ehemalige GP-Fahrer nehmen 2019 am MotoE-Weltcup teil. «Wir stellen uns dieser Herausforderung», sagt LCR-Teamchef Lucio Cecchinello.

Die neue MotoE-Klasse wird zwar von vielen belächelt, aber sie gehört jetzt nun mal jetzt zumindest bei fünf Grand Prix in Europa zum GP-Geschehen dazu. Die zahlreichen ehemaligen GP-Fahrer wie Smith, Gibernau, di Meglio, De Angelis etc. beleben die Szene zusätzlich. Wie lange, wird sich zeigen. Sogar Troy Corser (47) wollte einen Teamplatz haben, der zweifache Superbike-Weltmeister.

Über die Kraft, die mit einer Batterie erzeugt werden kann, muss man nicht streiten. Wer nur schon mal mit einem DeWalt 18Volt- Akku-Schrauber eine 200 Milllmeter-Holzschraube befestigt hat, weiß, dass man das Ding mit beiden Händen festhalten muss, sonst bricht man sich den Daumen oder noch mehr.

Die LCR-Mannschaft von Lucio Cecchinello gehört zu einem der zwölf Teams, die sich am MotoE-Weltcup 2019 beteiligen. Seine Fahrer sind der Franzose Randy de Puniet und der Italiener Niccolò Canepa.

«Mich hat das Projekt sofort begeistert und das ist die Wahrheit», meinte der ehemalige 125-ccm-GP-Fahrer, Ex-Europameister und siebenfache GP-Sieger Cechinello. «Wir stellen uns dieser Herausforderung, denn ich finde, es ist ein interessantes Projekt, das Zukunft hat.»


Die Energica Ego Corsa-Einheits-Maschinen, die in Modena in Italien gebaut wurden, sehen ohne Zweifel schön aus, sie haben aber zum Beispiel keine Karbonbremsen. Der Nachteil ist sicher die 100 Kilogramm schwere Batterie, die einen Elektromotor füttert, der mit 4000/min die Kraft auf das Ritzel überträgt.

«Obwohl die Maschine recht schwer ist, hat sich noch kein Fahrer darüber beschwert», sagte Lucio. «Man hat versucht, den Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor hat dieses Gerät viel weniger bewegliche Teile, die bei immer höheren Drehzahlen auch Bewegung ins Fahrzeug bringen. Ich finde es echt interessant. Und wenn ich sehe, wie von allen Ingenieuren neue Inputs kommen, macht das Projekt umso mehr Spass.»

Die Maximalleistung wird für die 260 kg schweren Fahrzeuge wird umgerechnet mit über 200 PS angegeben. «Aber diese Leistungsausbeute ginge nur für ganz kurze Zeit, dann wäre die Batterie gleich leer», schilderte ein Teammitglied. «Zurzeit fahren alle mit etwas mehr als 108 PS, aber das auch nur für vier Runden. Aber bitte, wir sind erst am Anfang.»

Trotzdem: Die MotoE-Bikes liegen in Jerez rund fünf Sekunden über der besten Pole-Position-Zeit der Moto3-WM von Jorge Martin im Mai 2018. Der spätere Weltmeister fuhr damals 1:46,193 min.

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