CarXpert: Kommt 2018 Sam Lowes statt Tom Lüthi?

Von Günther Wiesinger
Moto2
Sam Lowes

Sam Lowes

Wenn das Schweizer Moto2-Team von Kalex auf KTM umsteigen will, muss ein neuer Siegfahrer präsentiert werden. Dieser könnte Sam Lowes heißen.

Es hat nicht lange gedauert, bis sich bei Fred Corminbeouf, dem Manager der beiden Schweizer Moto2-Teams CarXpert Interwetten und Garage Plus Interwetten, die ersten Interessenten für jenen Platz meldeten, der für 2018 wegen Tom Lüthi frei wird, der nach drei Jahren im CGBM-Evolution-Team in die MotoGP-WM zu Marc VDS Honda wechselt.

Sam Lowes-Manager Roger Burnett, einst Rothmans-Honda-500-Werksfahrer neben Wayne Gardner und Mick Doohan, besorgte sich noch am Mittwoch die Kontaktdaten von Corminbeouf und nahm Kontakt zum Westschweizer auf, dessen einstiges «Dream Team» mit Domi Aegerter (er ging Ende 2016) und Tom Lüthi jetzt endgültig zerbröselt.

Für 2018 sind bisher nur Jesko Raffin und der Spanier Iker Lecuona vorgesehen.

KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer hat aber immer klargestellt, man werde nur dann ein Moto2-Kundenteam machen, wenn beim entsprechenden Rennstall ein Fahrer mit Siegchancen involviert sei.

Lowes steht auch mit dem spanischen Pons HP40-Team in Kontakt, bei dem Fabio Quartararo für 2018 gesetzt ist und das sich nach den Abgängen von Pol Espargaró, Maverick Viñales und Alex Rins wieder einen Siegfahrer sichern will. Deshalb gibt es von Pons auch das Angebot für Lorenzo Baldassarri, der jetzt mit Luca Marini bei Forward unter Vertag ist. Auch Forward hat den Köder nach Sam Lowes (26) ausgeworfen, der 2015 und 2016 in Texas auf Speed-up und Kalex gewann.

Sam Lowes muss bei Aprilia Racing Team Gresini nach einer enttäuschenden Saison seinen MotoGP-Platz räumen und für Scott Redding Platz machen.

Sam Lowes hat zwar den Ruf eines Bruchpiloten, sein Fahrstil ist reifenmordend. aber für den Schweizer Rennstall wäre er eine brauchbare Lösung, es sind keine Siegfahrer mehr auf dem Markt.

«Da alle MotoGP-Plätze vergeben sind, ist die Moto2-Klasse mein vorrangiges Ziel», sagt der ehemalige Supersport-Weltmeister Sam Lowes, dessen Zwillingsbruder Alex für das Pata-Yamaha-Team die Superbike-WM fährt.

Das Schweizer Moto2-Team muss nach dem Abgang von Tom Lüthi mit weiteren Einbußen beim Budget rechnen, denn Lüthi nimmt Sponsoreneinnahmen mit in die MotoGP. Deshalb wird es 2018 vielleicht nur ein Zwei-Mann-Team geben.

Das Talent des 17-jährigen Lecuona ist überschaubar: Er hat in zwölf Rennen noch keinen WM-Punkt geholt. Teamkollege Raffin hat in seiner dritten Saison fünf Punkte auf dem Konto und ist WM-27. Der Zürcher ist seit dem Argentinien-GP 2017 (Platz 13) punktelos.

«Lecuona muss langsam etwas zeigen», meinte Tom Lüthi vor einigen Wochen.

Der aktuelle Ausrüster Kalex hat von Fred Corminboeuf bisher für 2018 noch keine endgültige Absage bekommen. «Unsere Bestellfrist läuft beim Misano-GP ab», sagt Kalex-Geschäftsführer Alex Baumgärtel.

Und spätestens jetzt wird man bei CaXpert bereuen, dass es vor einem Jahr zur höchst unfreundlichen Trennung von Domi Aegerter kam, der sich für 2017 statt der Kalex eine Suter wünschte. Als der Berner dann zornig für Kiefer (und Suter) unterschrieb, stellte ihn Fred Corminbeouf von allen restlichen Rennen frei – trotz eines Vertrags.

Aegerters Kiefer-Team ist für 2018 noch nicht durchfinanziert, eine Heimkehr wäre eigentlich die sinnvollste Lösung. Zumal jetzt KTM-Material statt Kalex zur Diskussion steht. Aber im Oktober 2016 wurde zwischen dem CarXpert-Team und Aegerter zu viel Porzellan zerschlagen.

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