David Pickworth & Kiefer: Entscheidung nächste Woche

Von Günther Wiesinger
Moto2
Das Kiefer-Team in Valencia beim WM-Finale

Das Kiefer-Team in Valencia beim WM-Finale

Teamchef Jochen Kiefer und die Piloten Dominique Aegerter und Sandro Cortese haben noch keine Verträge für die Saison 2018. Aber nächste Woche soll der Deal mit David Pickworth besiegelt werden.

Zwei Tage nach dem Begräbnis des beim Malaysia-GP überraschend an einem Herzinfarkt verstorbenen Stefan Kiefer (51) sah sich letzte Woche der Rechtsanwalt von Teamteilhaber Jochen Kiefer den Vorvertrag an, den sein Bruder Stefan vier Stunden vor seinem Tod im Hotel Nilai Springs beim Sepang-GP unterschrieben hat.

Daran wird die Absicht besiegelt, den Teamnamen, die beiden Moto2-WM-Startplätze, die Historie des Teams (2 WM-Titel mit Stefan Bradl und Danny Kent) und den Briefkopf an den britischen Investmentbanker David Pickworth zu verkaufen, der den Rennstall mit Geld von russischen Investoren übernehmen will.

«Es sieht positiv aus», erklärte Pickworth vor einer Woche gegenüber SPEEDWEEK.com.

Der Brite wollte schon beim Valencia-GP die Teamübernahme fixieren, blieb dem Rennen aber fern, weil zuerst nach dem Tod von Stefan Kiefer die Eigentumsverhältnisse neu geklärt werden mussten. Der Vorvertrag zum Verkauf galt jedoch als eindeutige Willensbekundung für Stefan Kiefers Lebensgefährtin Nadine und Sohn Jayden (7).

«Ich habe jetzt mit Jochen Kiefer für nächste Woche ein Meeting vereinbart, dann soll alles besiegelt werden», beteuerte Pickworth gestern.

Die Zeit drängt, denn es müssen die Verträge mit den Fahrern unterschrieben werden, die momentan noch in der Luft hängen, es müssen die beiden Technikcrews engagiert werden, es muss der finanzielle Teil von Stefan Kiefer an die Hinterbliebenden bezahlt werden, die von Pickworth gekaufte Schweizer Firma CCH Consularis AG in Trübbbach muss ihren Betrieb aufnehmen. Die für die Kiefer-Übernahme nötige Summe wurde aus Russland bereits auf ein Treuhhandkonto in den Niederlanden überwiesen.

Auch Dorna und IRTA sowie KTM machen Druck: Denn bisher konnten weder die Einheitsmotoren für die beiden Fahrer, noch die Reifen und das Einheitsöl bestellt und zugesagt werden. Auch die Fracht für die Übersee-Rennen nach Argentinien und Texas muss gebucht werden. Und bei KTM wird erst mit dem Bau der Motorräder und Teile begonnen, wenn die Teamübernahme endgültig vereinbart worden ist.

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