Bo Bendsneyder: «Ich wusste, dass Moto2 hart wird»

Von Sharleena Wirsing
Moto2

In seiner Moto3-Rookie Saison 2016 stand Bo Bendsneyder zwei Mal auf dem Podest, doch 2017 enttäuschte er im Red Bull KTM Ajo-Team. Der Niederländer will nun in der Moto2-Klasse zurück auf die Erfolgsspur.

Bo Bendsneyder galt als großes Talent, als er nach dem Gesamtsieg im Red Bull Rookies Cup in die Moto3-WM kam. Doch trotz zwei Podestplätzen 2016 blieb er im Jahr darauf bei Red Bull KTM Ajo hinter den Erwartungen zurück. Er sammelte weniger Punkte als in seiner Rookie-Saison. Nun will Bendsneyder sich in der Moto2-Klasse beweisen. Der 19-Jährige tritt 2018 für das Tech3-Team von Hervé Poncharal an der Seite von Remy Gardner an.

«Mit der Moto2-Maschine ist meine Größe kein Problem mehr. Es ist viel besser. Jetzt fühlt sich alles normal an. Auf der Moto3-Maschine war das nicht der Fall, das war nicht normal», berichtete der 1,80 Meter große Bendsneyder im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Nach dem letzten Test 2017 war mir klar, dass ich mehr Muskelkraft brauche, um eine Moto2-Maschine richtig zu bewegen und mehr Runden zu schaffen. Das Gewicht der Maschine ist schon ein großer Unterschied. Ich legte also zwei Kilo Muskelmasse zu.»

Bendsneyder bereitete sich umsichtig auf die neuen Herausforderungen in der Moto2-Klasse vor. «Die Moto2-Klasse ist hart. Der Grund dafür sind wohl die Einheitsmotoren. 0,1 oder 0,2 sec machen einen großen Unterschied. Es ist aber schön, dass alle Bikes gleich schnell ist. So sieht man, welcher Fahrer wirklich der bessere ist. Den gesamten Winter trainierte ich in Spanien mit der R6, meinem Supermoto-Bike und im Fitnessstudio. Zudem gehe ich gerne joggen und Rad fahren.»

In Katar erreichte der Niederländer in seinem ersten Moto2-Rennen Platz 18. «Ich wusste, dass es hart wird. Erst musste ich einen Weg finden, mit dem Bike und dem Team zu arbeiten. Ich hoffe aber, dass wir gegen Saisonmitte einen großen Schritt nach vorne machen können. Dann werden wir sehen, was passiert. Ich habe aber kein genaues Ziel, was weniger Druck bedeutet», weiß Bendsneyder.

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